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100 Mio. Dollar-Offerte für Business Insider?

Bemerkenswertes Angebot für eines der aufstrebendsten journalistischen Angebote des Webs: Nach Angaben von Fox Business News hat der Business Insider im vergangenen Jahr eine Übernahmeofferte über 100 Millionen Dollar abgelehnt. Das vom früheren Internetaktienanalysten Henry Blodget 2007 gegründete Portal gilt als Vorzeige-Angebot unter der neuen Generation von News-Portalen: Es ist ein sogenannter Aggregator, der sich schnell und meinungsstark zum Geschehen in der Finanz- und Techwelt verbreitet.

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Bemerkenswertes Angebot für eines der aufstrebendsten journalistischen Angebote des Webs: Nach Angaben von Fox Business News hat der Business Insider im vergangenen Jahr eine Übernahmeofferte über 100 Millionen Dollar abgelehnt. Das vom früheren Internetaktienanalysten Henry Blodget 2007 gegründete Portal gilt als Vorzeige-Angebot unter der neuen Generation von News-Portalen: Es ist ein sogenannter Aggregator, der sich schnell und meinungsstark zum Geschehen in der Finanz- und Techwelt verbreitet.


Wenn man nach den Medienmännern des abgelaufenen Jahres in den USA suchen würde – Henry Blodget wäre zweifellos einer der ganz großen Gewinner 2013. Seine zweite Karriere scheint die erste immer mehr in den Schatten zu stellen: Der Journalist Blodget scheint gefragter und inzwischen respektierter als der frühere Star-Internetaktienanalyst.

Blodgets Karriere als Internetaktienanalyst hob Ende der 90er Jahre nach optimistischen Empfehlung für Amazon ab. Bloget wechselte daraufhin umgehend zu Merrill Lynch, wo er 2001 spektakulär gefeuert wurde, als bekannt wurde, dass der heute 47-Jährige intern längst nicht alles gut hieß, was er Kunden öffentlich als „Kauf“ empfahl. Nach Jahren in der Verbannung und einem lebenslangen Berufsverbot als Analyst startete Blodget mit dem Business Insider 2007 dann ein Comeback – diesmal auf der anderen Seite der Nachricht.



Schone eine größere Reichweite als CNBC 



Das Comeback – ganz gleich, was man von der journalistischen Aufbereitung des oft ziemlich marktschreierischen Business Insiders, der fraglos für die große Schlagzeile lebt, halten mag – ist relativ beachtlich. Das Blogkonglomerat, das sich inzwischen in schon 14 verschiedene Mini-Portale aufteilt, erreicht laut dem US-Marktforscher comScore immerhin schon 12 Millionen Besucher – deutlich mehr als Finanzinformationsinstitutionen wie CNBC und genauso viel wie CNN Money.



Blodgets schneller Wachstumskurs überzeugte Investoren. Nach Internet-Unternehmer Kevin Ryan (Doubleclick), der von der Gründung mit dabei war, überzeugte Blodget Huffington Popst-Mitbegründer Ken Lerer, Silikon Valley-Ikone Marc Andreessen und im vergangenen Jahr unter großem medialen Aufsehen Jeff Bezos von einem Investment. Insgesamt 18 Millionen soll der Business Insider inzwischen an Wagniskapital eingesammelt haben.


Spekulationen um AOL: "Eine große Internet-Medienmarke" habe das Gebot abgegeben


Entsprechend glaubhaft erscheinen das Berichte vom Wochenende, nach denen Blodget im zweiten Halbjahr vergangenen Jahres eine Kaufofferte von 100 Millionen kategorisch ausgeschlagen hat. Davon berichtet Fox Business. Der mögliche Käufer wird indes nicht klar identifiziert.  



"Eine große Internet-Medienmarke" habe das Gebot abgegeben. Fox Business folgert: AOL war’s. Gut ins Portfolio des Internet-Dinos, der sich vor fünf Jahren als Content-Provider neu erfunden hat, würde der Business Insider fraglos passen – AOL sicherte sich bereits TechCrunch und die Huffington Post. 



Was indes weniger passt: der Kaufpreis. Brancheninsidern zufolge könnte der 47-jährige Blodget erst ab einer gewissen Schallgrenze verkaufswillig werden. Die Höhe: Eine Viertelmilliarde Dollar. Die Summe kommt nicht von ungefähr: Exakt das war schließlich der Preis, zu dem Business Insider-Investor Jeff Bezos als Privatmann die altehrwürdige Washington Post übernahm. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass sich Blodget mit seinem Business Insider als News-Portal der Zukunft auf Augenhöhe sieht…   

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