Diekmann einer der peinlichsten Berliner

Dieses Ranking gehört zu den unterhaltsamsten Bestenlisten des Jahres. Einmal pro Jahr kürt das Stadtmagazin tip die peinlichsten Berliner. Da die Hauptstadt längst auch die Medienmetropole Nummer eins in Deutschland ist, verwundert es wenig, dass auch einige bekannte Branchen-Namen in dem Ranking auftauchen. Bis in die Top-ten haben es in diesem Jahr Cindy aus Marzahn, Bild-Boss Kai Diekmann und sein Briefonkel Franz Josef Wagner geschafft. Wobei zumindest Diekmann nur in Berlin arbeitet.

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Den ersten Platz holte sich 2013 Bushido. Der Bild-Boss wurde diesmal von der tip-Redaktion auf Platz acht positioniert. Die Begründung konzentriert gänzlich auf den Fall Wulff. Hier heißt es: „Erst hetzte Diekmann den Bild-Mob auf den Bundespräsidenten, dann verkündete er genüsslich dessen Ehe-Aus. Jetzt, nachdem sich viele Vorwürfe als haltlos erwiesen haben, gibt sich Diekmann generös: Wulff sei „bestraft genug“. Ja, „Bild“ ist Strafe, aber Diekmann in Samariter-Pose ist Höchststrafe.“

Nur zwei Plätze unter seinen Chef findet sich Bild-Kolumnist Franz-Josef Wagner wieder. Ihm schrieb die Stadtzeitung gleich einen ganzen Brief. In der Post an Wagner heißt es unter anderem: „Wir fühlen Ihren Schmerz, wenn der böse Kai anruft mit seinem kalten Nerd-Lächeln und fragt, wo denn Ihre 40 Gnadenzeilen bleiben.“

Als einzige Frau schaffte es Cindy aus Marzahn in die Top-Ten. Dafür belegte sie einen beachtlichen dritten Platz. Gewürdigt wurde damit von der Redaktion „ihre missglückte Co-Moderation von Big Brother an der Seite von Karriere-Sargnagel Oliver Pocher“.

Weitere bekannte Medienköpfe sind Carmen Nebel (Postion 24), Mario Barth (26), Kurt Krömer (32), Hajo Schumacher (34) oder Cherno Jobatey als 39.

Selbst Joko Winterscheidt & Klaas Heufer-Umlauf tauchen auf der Liste (94) auf. Dabei ist den beiden doch nichts peinlich. Irgendwie wirkt bei ihnen alles cool. Ein wohlkalkulierter #Aufschrei könnte es allerdings sein, dass der tip die #Aufschrei-Erfinderin Anne Wizorek selbst in das Ranking hob.

Die neue Berliner Web-Prominenz kommt in der Liste allerdings doch sehr kurz. So schaffte es zwar der ehemalige StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani auf Position 21. Als nächster Gründer grüßt Axel Hesse (Gutschein Pony) erst auf Platz 76.

Möglicherweise gereizt dürfte Henryk M. Broder sein. Er lief nur als 77. ein. Begründung: „Immer wieder verblüffend, wie es dem meinungsführenden Grobmotoriker glückt, nicht einfach nur daneben, sondern mitten in die Scheiße zu greifen. Nannte Jakob Augstein „kleinen Streicher von nebenan“. Fand das aber selbst „vollends daneben“. So kennt man ihn gar nicht.“

Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht tip sein Peinlich-Ranking. Die gesamte Liste gibt es ab dem 28. Dezember im Handel.

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