Bauer einigt sich mit Tom Cruise

Weihnachten ist auch das Fest der Versöhnung: Passenderweise beendeten bereits kurz vorher Bauer und Tom Cruise ihren 50-Millionen-Dollar-Rechtsstreit. Die US-Tochter des Verlages hat offenbar anerkannt, dass mit der Berichterstattung in zwei ihrer Magazine nie die Intention verknüpft gewesen war, den Schauspieler als "Rabenvater" darzustellen. So hatte die US-Ausgabe von Life & Style im Juli vergangenen Jahres eine weinende Suri mit der Zeile "Suri in Tränen, verlassen von ihrem Papa" gezeigt.

"Tom Cruises Klage gegen Bauer Publishing, die Magazine In Touch und Life & Style ist erledigt. Die Bedingungen der Einigung wurden nicht offengelegt und bleiben vertraulich", heißt es in einer Erklärung von Cruises Anwalt Bert Fields, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
Immer wieder hatte Fields zuvor schon Stimmung gegen Bauer gemacht. So sagt er dem Hollywood Reporter: “Tom ist keiner, der einfach die Leute verklagt“. So sei er auch „kein streitsüchtiger Kerl. Aber wenn diese Schmierfinken mit widerlichen Lügen über die Beziehung zu seinem Kind versuchen, Geld zu machen, können Sie darauf wetten, dass er klagen wird.”

Zuvor ließ er schon gegenüber dem Hollywood Reporter verlauten, dass hinter diesen "Serien-Diffamierungen" ein ausländisches Unternehmen mit Firmenzentrale in Hamburg stünde. Fields: "Die machen ihr Geld, indem sie ahnungslosen Amerikaner ihren hämischen Müll verkaufen". Weiter argumentiert Fields, dass nur eine hohe Geldstrafe, Bauer bremsen könne. "Tom würde das Geld einen guten Zweck spenden, so wie er es bislang immer gemacht hat", sagte er.

Trotz des großen PR-Drucks, den Fields aufbaute, wird er offenbar keine große Summe rausgeschlagen haben können. Wenn es das Ziel von Cruise und seinen Anwalt war, Bauer öffentlich zu demütigen, sind sie auf jeden Fall gescheitert. Zudem dürften die Hamburger ohne großem richterlichen Druck kaum bereit gewesen sein, einen sonderlich hohen Betrag zu zahlen. Das widerspräche sonst auch den sonstigen Firmengebahren der Hanseaten.
Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Verlegerin Yvonne Bauer vor wenigen Wochen noch: „Tom Cruise ist sehr klagefreudig. Im Gegensatz zu anderen Verlagen scheuen wir uns nicht, unsere Position klar zu vertreten und durchzufechten. Wir lassen uns nicht auf teure Vergleiche ein, nur um Ruhe zu haben.“

Wie das Klatschportal TMZ schreibt, tragen beide Parteien jeweils ihre Anwaltskosten. Auch dies dürfte ein Indiz dafür sein, dass die Cruise-Seite Bauer kaum etwas stichhaltiges nachweisen konnte.

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