China Mobile: Apple immer noch ohne Deal

Es ist nicht zu Ende, bis es wirklich zu Ende ist: Obwohl Apples China Mobile-Deal als final fixiert galt, wurde am Rande einer Technologiekonferenz des weltgrößten Mobilfunk-Providers immer noch nicht der sicher geglaubte Vertragsabschluss verkündet. "Wir haben heute keine Ankündigung zu machen", erklärte China Mobile-Aufsichtsratschef Xi Guohua. Anleger reagiert entgeistert. Der sicher geglaubte Deal zieht sich weiter wie Kaugummi.

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Es ist nicht zu Ende, bis es wirklich zu Ende ist: Obwohl Apples China Mobile-Deal als final fixiert galt, wurde am Rande einer Technologiekonferenz des weltgrößten Mobilfunk-Providers immer noch nicht der sicher geglaubte Vertragsabschluss verkündet. "Wir haben heute keine Ankündigung zu machen", erklärte China Mobile-Aufsichtsratschef Xi Guohua. Anleger reagiert entgeistert. Der sicher geglaubte Deal zieht sich weiter wie Kaugummi.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Obwohl das Wall Street Journal und Reuters Anfang Dezember Vollzug meldeten, konnte Apple den größten Vertragsabschluss der Unternehmensgeschichte immer noch nicht vermelden. Dabei ging gestern vor Handelsstart an der Wall Street eine Pressemeldung von Apple ein, die zu den größten Hoffnungen berechtigte.

Dumm nur: Apple teilte den Verkaufsstart des Mac Pros mit, der in der Geschäftsbilanz eher eine untergeordnete Rolle spielt – nicht aber des sicher geglaubte Vertragsabschlusses mit dem weltgrößten Mobilfunkproviders. "Wir haben heute keine Ankündigung zu machen", erklärte China Mobile- Aufsichtsratschef Xi Guohua am Rande der konzerneigenen Mobilkonferenz.

Deal von höchster Bedeutung für Apple

Dabei wäre der Deal so wichtig für Apple. China Mobile ist das fehlende Stück in Apples Mobilfunk-Puzzle. Seit Verizon Wireless 2011 und NTT Docomo vor zwei Monaten hatte Apple Vertragsabschlüsse mit allen großen Providern –  nur eben nicht mit dem größten. Die Auslieferung an bis zu 750 Millionen potenzielle Kunden in China ging Apple Jahr für Jahr durch die Lappen.

In einer Zeit, in der der iKonzern an seine Wachstumsgrenzen stößt und 2013 den ersten Gewinnrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt zu beklagen hatte, ist der Vertragsabschluss das Zünglein an der Waage, der Apple nachhaltiger wieder in die Erfolgsspur bringen würde als etwa eine neue iPad-Generation. 



China Mobile-CEO äußert sich hoffnungsvoll

Auf allein 17 Millionen verkaufte iPhones taxierte Staranalyst Gene Munster das zusätzliche Absatzpotenzial des Deals im laufenden Geschäftsjahr, in dem das wichtige Weihnachtsquartal fehlt. Katy Huberty von Morgan Stanley sieht  unterdessen nur noch zusätzliches Absatzpotenzial von 12 Millionen Geräten im Geschäftsjahr 2014.

Und je mehr Zeit bis zum eigentlichen Vertriebsstart verstreicht, desto mehr Erlöspotenzial entgeht Apple. Entsprechend entgeistert reagierten Anleger gestern und schickten die Apple-Aktie in der Spitze um 17 Dollar nach unten, ehe Schnäppchenjäger zugriffen und das Minus auf 1 Prozent begrenzten.

Am Ende des Tages hatte aber das Wall Street Journal das letzte Wort. "Wir hoffen, dass wir das iPhone bald anbieten können", zitierte die wohl renommierteste Wirtschaftszeitung der Welt den China Mobile-CEO Li Yue. Die Hoffung stirbt zuletzt.

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