Licht und Schatten bei den Print-Umsätzen

Während die Publikumszeitschriftenbranche im November laut Nielsen brutto mehr Geld mit Anzeigen umgesetzt haben als ein Jahr zuvor, sah es bei den einzelnen Titeln sehr unterschiedlich aus. So gewann die Brigitte auf der einen Seite 2,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresmonat hinzu, der Focus ist mit einem Minus von 2,2 Mio. Euro hingegen der Verlierer des Monats. stern und Spiegel blieben im November hingegen stabil und führen das Gesamt-Jahres-Ranking der Branche damit weiter souverän an.

Anzeige

Blicken wir direkt auf die Top 50 der werbeumsatzstärksten Publikumszeitschriften des Landes. Der stern führt hier weiterhin, konnte sein November-Ergebnis aus dem Jahr 2012 bestätigen und liegt auf das Gesamtjahr gerechnet nun bei einem Plus von 2,2%. Der Spiegel büßte dahinter 0,5% gegenüber dem November 2012 ein, verringerte sein Minus im Gesamtjahr damit auf 4,8%. Deutliche Umsatz-Verluste verzeichnen dahinter weiterhin die Bild am Sonntag und der Focus. Während die BamS im November aber nur 3,9% unter dem entsprechenden Monat des Jahres 2012 lag, waren es beim Focus überdurchschnittliche 12,8%. Beide Titel verlieren damit weiter den Anschluss an das Spitzen-Duo.

Größter Gewinner innerhalb der Top 25 war in den ersten elf Monaten und auch im November ganz eindeutig die Brigitte: Auf 11,37 Mio. Euro bzw. 15,3% vergrößerte sich das Plus inzwischen. Mehr als 10% gewann zudem die Gala hinzu, immerhin 8,4% TV Digital. Insgesamt überwiegen die Gewinner gegenüber 2012 inzwischen deutlich: Nur noch neun Titel der Top 25 liegen unter dem Vorjahr, 16 konnten zulegen.

In der zweiten Hälfte der Top 50 ist das Verhältnis zwischen Gewinnern und Verlierern zwar etwas ausgeglichener, doch auch hier überwiegen die Titel, bei denen es im Gesamtjahr bergauf ging – mit 14:11. Gleich vier Magazine verbesserten sich dabei um mehr als 10%: das Zeitmagazin um 17,6%, die Bravo um 15,3%, InTouch um 14,7% und der Montags-kicker um 10,2%. Deutliche Umsatz-Verluste mussten hingegen prisma West, Computer Bild, Superillu und Apotheken Umschau B verkraften.

In der Liste der größten Aufsteiger festigte die Brigitte logischerweise ihre Spitzen-Position: 11,37 Mio. Euro liegt die Frauenzeitschrift über dem Vorjahr. Auch dahinter folgen mit Gala und Bunte zwei Frauen-affine Magazine, die Top 5 wird von TV Digital und dem Zeitmagazin komplettiert, erwähnenswert ist auch der achte Platz der Landlust, die es inzwischen beinahe sogar in die Top 50 schafft, obwohl sie nur sechsmal im Jahr erscheint.

Größter Verlierer des Jahres bleibt die Bild am Sonntag, der Focus büßte ebenfalls mehr als 10 Mio. Euro ein. Dramatisch sehen u.a. die Zahlen von Börse Online und Capital aus, die 57,5% bzw. 17,7% gegenüber 2012 verloren. Computerwoche, Das Haus und Zitty liegen mehr als 20% unter Vorjahr.

Bei den Neulingen des Jahres bleibt die Top 5 weiterhin in der gleichen Reihenfolge wie in den Vormonaten: Cover führt für Closer, Loox, Meins und myway.

Wie immer muss bei den Nielsen-Auswertungen einschränkend hinzugesagt werden, dass es sich um Brutto-Zahlen handelt. Eigenwerbung und Anzeigen aus Gegengeschäften werden dort als voll bezahlte Reklame gewertet – auch wenn letztlich kein Geld geflossen ist. Die Zahlen geben also keine Auskunft über tatsächliche Umsätze, dienen aber als solide Kennzahl für die Entwicklung innerhalb von Märkten und Branchen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige