Anzeige

Google munitioniert sich mit Robotik-Firmen

Nächste Übernahme in Mountain View: Der Internet-Riese Google hat sich den Roboter-Hersteller Boston Dynamics für einen unbekannten Betrag gesichert. Boston Dynamics gilt als Robotik-Pionier, der u.a. sprintende Robo-Affen für das Pentagon produziert. Was Google mit seiner bereits achten Übernahme in der Roboter-Industrie anstellen will, ist bisher unklar. Geleitet wird der Neuerwerb im Google-Universum von einem alten Bekannten – Android-Erfinder Andy Rubin.

Anzeige
Anzeige

Dass Larry Page und Sergey Brin es gewohnt sind, in großen Dimensionen zu denken, ist nichts Neues. Nach gerade mal zwei Jahren an der Börse schnappte sich das dynamische Duo 2006 den Internet-Überflieger YouTube, der seinerzeit keinen Dollar Umsatz machte – die Blaupause für die Milliarden-Startup-Übernahme, wie sie Facebook Jahre später mit Instagram nachahmen sollte, war angerichtet.

Doch auch für Unternehmen, die älter waren als die Internet-Suchmaschine, interessierte sich Google auffällig. Erst wurde der Online-Werbemarkter Doubleclick übernommen, dann der Handy-Pionier Motorola. Mit den Akquisitionen schienen auch die Ambitionen zu steigen: Google Glass ist das wohl meist diskutierte Beispiel des Jahres, dicht gefolgt vom Hype um das selbstfahrende Google-Auto und das Internet aus dem Ballon für alle.        

Bereits der achte Robotik-Zukauf 2013

Anzeige

"Moonshots" nennt Larry Page die Vorhaben, die Google zum wohl speziellsten Unternehmen der Welt machen – unter der Mission Weltveränderung machen es Brin und Page nicht. Neustes Puzzleteil in Google-Universum: Ein Unternehmen, das Roboter entwickelt, die beim Militär zum Einsatz kommen – Boston Dynamics.

Das 21 Jahre alte US-Unternehmen aus Massachusetts erscheint wie aus einem Terminator-Film entsprungen: Boston Dynamics stellt autonome Roboter wie "Wild Cat" und "Cheetah" her. Letzterer läuft schneller als 100-Meter-Sprint-Weltrekordhalter Usain Bolt. Boston Dynamics arbeitet auch im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Die Roboter von Boston Dynamics sollen in Kriegsgebieten etwa bei der Bombenentschärfung und Waffenwartung zum Einsatz kommen.

Wie das zum wertvollsten Internetkonzern der Welt passt, erscheint auf den ersten Blick noch unklar. Google ist auffällig in dem Marktsegment aktiv und hat allein im zweiten Halbjahr 2013 bereits acht (!) Robotik-Anbieter erworben. Es heißt, Google wolle die Roboter ausschließlich für friedliche Zwecke einsetzen, beispielsweise im Pflegedienst. Doch sicher sein kann man sich da natürlich nicht. Geleitet wird die futuristische Unternehmenssparte von einem alten Bekannten in Mountain View: Android-Erfinder Andy Rubin.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*