Instagram Direct: der Trend zum Privatbild

Neues von Instagram: Die hoch gewettete Foto-Community, die nach der Übernahme von Facebook ein Jahr furiosen Wachstums erlebt hat, reagiert auf die anderen Internet-Überflieger Snapchat und WhatsApp. Beliebt sind die Messaging-Dienste vor allem wegen ihrer einfachen Möglichkeit, privat Fotos miteinander zu teilen – bei Instagram werden sie lediglich mit einer größeren Öffentlichkeit geteilt. Die Facebook-Tochter verkündete einen Tag nach Twitter nun die Einführung des neuen Features.

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Neues von Instagram: Die  hoch gewettete Foto-Community, die nach der Übernahme von Facebook ein Jahr furiosen Wachstums erlebt hat, reagiert auf die anderen Internet-Überflieger Snapchat und WhatsApp. Beliebt sind die Messaging-Dienste vor allem wegen ihrer einfachen Möglichkeit, privat Fotos miteinander zu teilen – bei Instagram werden sie lediglich mit einer größeren Öffentlichkeit geteilt. Die Facebook-Tochter verkündete einen Tag nach Twitter nun die Einführung des neuen Features.
Es ist das Jahr des Selfies. Als wäre noch ein letzter Beweis fällig, outete sich selbst der US-Präsident Obama auf der Trauerfeier für Nelson Mandela als schamloser Poser. Dass manches Foto indes besser nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, hat sich eine der beliebtesten Apps des Jahres zunutze gemacht: Snapchat boomt und weckt selbst bei Facebook Begehrlichkeiten in Milliardenhöhe.
3 Milliarden Dollar soll Mark Zuckerberg bereit gewesen sein, für das hochgehypte Start-up vor wenigen Wochen auf den Tisch zu legen, doch der erst 23-jährige CEO Evan Spiegel winkte ab – er will lieber selber wachsen.    
Instagram wird privater: Foto für individuelle Freunde
Nun nimmt sich Facebook des Fotosharing-Trends selbst an – und zwar über seine nicht minder boomende Tochter Instagram. Bislang konnten Nutzer auf der Foto-Community ihren durch zahllose Filter verschönerten Schnappschuss nur einer breiten Öffentlichkeit zuteil werden lassen oder ihren Freunden, wenn sie ihre Privatsphäre-Einstellungen entsprechend einschränkten.
Nun wird Instagram privater. Wer auf die neue Version upgradet, entdeckt künftig rechts oben ein Briefkasten-Symbol. Ergo: Es können künftig auch über die Foto-Community Nachrichten verschickt werden – also Fotos und Videos. "Instagram Direct" nennt die Facebook-Tochter dieses neue Feature, über das Freunden oder Gruppen von bis zu 15 Personen privates Material zugesendet werden kann.
Instagram wird zum Flirttool
Damit verändert die auf Hochglanz hochgefilterte Foto-Pinnwand ihren Charakter. Instagram ist plötzlich viel mehr als nur ein soziales Netzwerk zur Selbstdarstellung – es hat mit einem Upgrade die Kontakt-Funktionalität erhalten,  die bisher nur mit Krücken-Apps wie InstaMessage möglich war, wenn sie denn beide Instagrammer nutzten.
Die Folge liegt auf der Hand:  Ab sofort kann via Instagram drauflos geflirtet werden, was das eigene Foto-Material hergibt. Warum nicht der coolen Instagrammerin mit den schönen Landschaftsaufnahmen mal ein besonders tolles Foto vom schiefen Turm von Pisa schicken – und darüber die Kontaktaufnahme probieren? Wirkt zumindest unverfänglicher als die Trockenanmache über Facebook, die gleich im Spam-Ordner landet.    
Instagram-Konter gegen WhatsApp, Snapchat und Twitter
Was für Instagram-Nutzerinnen erhebliches Nerv-Potenzial bietet, kann den Social Media-Rivalen kaum gefallen. WhatsApp, die sogar vor Facebook beliebteste Nachrichtenzentrale der Welt, über die unglaubliche 400 Millionen Bilder jeden Tag verschickt werden, hat damit ebenso Konkurrenz bekommen, wie Snapchat, das zumindest das Alleinstellungsmerkmal aufweist, dass gepostete Bilder sich nach einer gewissen Zeit automatisch selbst löschen. 
Twitter hat unterdessen die Zeichen der Zeit erkannt und gestern selbst mit einem Angebot reagiert, das Instagram heute vorstellte: Auch über den Kurzmitteilungsdienst können nunmehr einfach Bilder per Direktnachricht versendet werden. Der Trend geht also zum Privatbild – ganz gleich ob auf Instagram, Twitter, WhatsApp oder Snapchat. Es lebe die Rückbesinnung auf die Privatsphäre …
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