Sky Snap kostet 9,90 Euro pro Monat

Sky startet seine Online-Videothek Snap und es lässt sich jetzt schon absehen, dass es der Neuling schwer haben wird. Weder das Preismodell, noch das Angebot dürften dafür sorgen, dass der Dienst, der intern als Skyflix firmierte, gleich eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben wird, wie sein US-Vorbild Netflix. Für bereits bestehende Sky-Abonnenten kostet das Video-On-Demand-Angebot 4,90 Euro im Monat. Alle anderen zahlen 9,90 Euro. Damit sind die meisten Konkurrenten günstiger, deren Preise sich zwischen 4,99 und 8,90 bewegen.

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Wie die Süddeutsche berichtet, soll die Bibliothek von Snap rund 4.000 Filme und Serien-Folgen umfassen. Die Zielmarke liegt intern bei 10.000. Allerdings gilt bei Snap der Grundsatz, dass es nichts zu sehen gibt, was gerade bei Sky im TV läuft.

"Auf gar keinen Fall werden wir ein Geschäftsmodell zerstören, das wir jetzt sechs Jahre lang repariert haben und das 20 Jahre lang nicht funktioniert hat", sagt CEO Brian Sullivan gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Für die Münchner ist die Snap-Filmliste ein Zusatzangebot und eine Werbemaßnahme für alle, die vielleicht mal Abonnenten werden könnten.

Eine echte Innovation sucht man, zumindest beim aktuellen Informationsstand, noch vergebens. Das Sky-Angebot ähnelt in fast jeder Hinsicht dem, was bereits Maxdome, Watchever oder Amazons Lovefilm anbieten. Allerdings geht es für den Bezahl-Sender trotzdem um eine wichtige strategische Entscheidung. Denn mit Snap hoffen die Macher offenbar, eine neue Zielgruppe erreichen zu können, die sich nicht für klassisches Pay-TV interessiert. Wenn sie mal fern schauen, dann machen sie das im Web über ihren Rechner oder mit ihrem Tablet. Für Sullivan und sein Team geht es offenbar auch darum, diese Zuschauer frühzeitig mit einem Angebot anzusprechen und erste Erfahrungen zu sammeln.

Noch hat weder das US-Vorbild Netflix, noch einer der deutschen Rivalen bewiesen, dass man mit einer Online-Videothek nachhaltig Geld verdienen kann. Trotzdem sind sich alle Beobachter einig, dass solche Angebote künftig ein wichtiger Bestandteil des Bewegtbild-Marktes sein wird.

Dass der Markt für Video-On-Demand-Plattformen gerade boomt, beweist auch der Umstand, dass RTV mit Film Ab gerade die erste Preisvergleichsseite für VoD-Filme startete.

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