Kirch-Prozess: Ackermann blitzt in Karlsruhe ab

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Beschwerde des ehemaligen Deutsche Bank-Chefs, Josef Ackermann, abgelehnt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Manager wollte verhindern, dass die Erben von Leo Kirch Dokumente verwenden dürfen, die die Staatsanwaltschaft bei einer Razzia in Ackermanns ehemaligen Büro beschlagnahmt hatte.

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Damit haben die Karlsruher Richter auch den Eilantrag abgelehnt. Eine genaue Begründung bleiben die obersten Rechtsprecher allerdings schuldig.
Wie die Süddeutsche Zeitung am Dienstag berichtete, haben die Ermittler bei der Bank-Razzia zahlreiche E-Mails, Vermerke und Protokolle an die Kirch-Erben weitergeleitet, die diese Dokumente jetzt offiziell im Prozess verwenden dürfen. Ackermann wollte dies unter anderem auch verhindern, weil diese Dokumente offenbar auch Daten von Bankkunden enthalten.
Der Streit zwischen der Deutschen Bank und den Erben des verstorbenen Medienmanagers Leo Kirch zieht sich bereits seit Jahren hin. Im Raum stehen Vorwürfe, die Bank trage eine Mitschuld an der Insolvenz des ehemaligen Medienimperiums. Hintergrund ist eine TV-Äußerung des damaligen Deutsche-Bank-Chefs Breuer aus dem Jahr 2002. Der sagte: "Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen." Nach dem Tod von Leo Kirch haben seine Erben den Rechtsstreit fortgesetzt. 

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