Lanz kritisiert „Wetten, dass..?“-Bashing

Was musste sich Markus Lanz in letzter Zeit nicht alles anhören. Er sei nervig, nicht für die große Bühne geeignet und "Wetten, dass..?" wäre unter seiner Moderation eine Demütigung für die prominenten Gäste. In einem Interview mit dem stern schlägt Lanz nun zurück. Darin kritisiert er vor allem das ständige Bashing gegen die Samstagabendshow, deren Untergang die Medien "herbeischreiben" würden. Manchmal sei sei, wie er es sich in seinen schlimmsten Albträumen ausgemalt habe.

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Bereits im September ging Lanz im Gespräch mit der Fernsehzeitschrift Hörzu in die Offensive. "Wenn ich von der Bild-Zeitung weiterhin so verprügelt werde, kann ich bald Darth Vader spielen", scherzte der Moderator damals. Das Witzeln dürften ihm mittlerweile vergangen sein, denn zwei Monate und zwei "Wetten, dass..?" Sendungen später prügelt die Bild immer noch verbal auf ihn ein. Und die meisten anderen Medien auch.
Im Interview mit dem stern geht Lanz jetzt noch einmal mit seinen Kritikern ins Gericht. Der Spiegel habe ihn "erledigt, bevor die erste Minute gesendet war" und in der Zeile "Fack ju, Lanz!" sei bei Bild.de "noch mal der ganze Hass in seiner reinsten Form hochgekommen", erzählt er dem stern-Autor Arno Luik. Schuld an der ständigen Kritik seien aber nicht er selbst, der Sender oder das Konzept der Sendung sondern "die gottverdammten Klicks", die die Onlinemedien nun einmal bräuchten: "Es geht um Angebot und Nachfrage. Um knallharte Zahlen. Ums nackte Überleben."  
Auch in den Sozialen Netzwerken ist "Lanz-Bashing" mittlerweile zu einer Art Volkssport geworden. Darauf angesprochen, sagt Lanz, es sei schade, "dass, man Millionen Menschen etwas kaputt schreibt." Der regelmäßige Shitstorm vor, nach und während der Sendungen sei auch der Grund für die sinkende Quote – und die erreichte zuletzt mit nur 6,5 Millionen Zuschauern einen historischen Tiefstand. "Wenn Sie dauernd den Untergang herbeischreiben, dann kriegen Sie ihn auch", so der Moderator. 
Lanz gesteht aber auch Fehler ein. So sei es beispielsweise falsch gewesen, dem Hollywood-Schauspieler Gerald Butler in der viel diskutieren Mallorca-Ausgabe Eiswürfel in den Schritt zu kippen.
Ans Aufhören will Markus Lanz aber offenbar nicht denken: "Jetzt aufzuhören, wäre uncool. Schon um ein paar Leute aus der Meute zu ärgern, muss ich weitermachen."

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