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Bitcoin–Blase: „Alle werden Geld verlieren“

Die Achterbahnfahrt wird immer rasanter – und die Ausschläge beim Bitcoin immer verrückter. Am Freitag erlebte die hochgehypte Webwährung bisher ihren schwersten Crash: Besitzer des virtuellen Geldes mussten fast eine Halbierung des Wertes auf unter 600 Dollar ansehen, nachdem die chinesische Zentralbank Bitcoins nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert hatte. In der Nacht zum Montag jedoch kehrten schon die Schnäppchenjäger zurück und hievten die Notierungen wieder über die 800-Dollar-Marke ...

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Die Achterbahnfahrt wird immer rasanter – und die Ausschläge beim Bitcoin immer verrückter. Am Freitag erlebte die hochgehypte Webwährung bisher ihren schwersten Crash: Besitzer des virtuellen Geldes mussten fast eine Halbierung des Wertes auf unter 600 Dollar ansehen, nachdem die chinesische Zentralbank Bitcoins nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert hatte. In der Nacht zum Montag jedoch kehrten schon die Schnäppchenjäger zurück und hievten die Notierungen wieder über die 800-Dollar-Marke … 

Der wilde Bitcoin-Ritt geht weiter: Binnen 24 Stunden wurden am Freitag die Barrieren bei 1.000, 900, 800, 700 und sogar 600 Dollar durchbrochen – diesmal nach unten. 46 Prozent binnen 24 Stunden einfach weg: Die hochgejubelte Webwährung Bitcoin war plötzlich stark angezählt.

Anleger haben den Film schon mal gesehen: Gerade mal drei Wochen ist es her, als Bitcoin-Besitzer einen ähnlichen Crash verdauen mussten, der dann aber zu einem noch steileren Anstieg drehte. Auch in der Nacht zum Montag sah es mit Notierungen von wieder über 800 Dollar wieder besser aus, doch diesmal könnte der Kursknick nachhaltiger sein.

Baidu und chinesische Banken ziehen den Stecker

Der Einbruch hat nämlich fundamentale Gründe: In der vergangenen Woche schockte die chinesische Notenbank Besitzer des virtuellen Geldes mit der Feststellung, dass der Bitcoin kein Zahlungsmittel "im eigentlichen Sinne" sei. Konsequenz: Den Banken wurde Transaktionen mit der Webwährung verboten.

Tags darauf zog der Internetsektor nach. Baidu, Chinas Antwort auf Google, akzeptierte den Bitcoin "wegen extremen Kursschwankungen" plötzlich nicht mehr – ein verheerendes Signal für die Webwährung, die immer wieder als Alternative zum Hartgeld ins Spiel gebracht wird.

Bill Fleckenstein: "Dot.com-Manie 3.0"

Glaubt man dem Vermögensverwalter Bill Fleckenstein, stehen Bitcoin-Besitzern noch ganz andere Tage bevor. "Jeder, der investiert ist, wird sein Geld verlieren. Der Bitcoin ist ein moderner Kettenbrief. Selbst die schlechteste Währung hat ein steuerliches Stützungssystem einer Regierung dahinter", erklärte der Fleckenstein am Wochenende in US-Medien.

"Der Bitcoin ist dagegen nichts. Es ist die Dot.com-Manie 3.0, nur noch eine Stufe höher. Die Leute sind so vernarrt in ihre Smartphones und Online Commerce. Jetzt haben sie eine virtuelle Währung erschaffen, mit der sie spielen und spekulieren können – und zwar in der selben Form wie vorher. Es ist aber keine Währung, sondern ein Witz."

Dafür hält er sich allerdings beständig. Seit Jahresbeginn läuft die Welle des irrationalen Überschwangs: Der Bitcoin-Kurs explodierte von 13 Dollar im Januar auf 1.242 Dollar Ende November. So spekulativ und herdentriebartig die jüngste Kursexplosion ist – fundamental wird der Anstieg immer wieder mit einer künstlichen Verknappung des Angebots begründet. Knapp elf Millionen Bitcoins werden aktuell gehandelt – die maximale menge ist auf 21 Millionen Bitcoins festgeschrieben.

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