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„im gegenteil“: Hipster-Partnerbörse 3.0

Single zu sein, ist nicht der großartigste Zustand, möchte man meinen – Partnerbörsen wie Parship, Elite Partner, Friendscout & Co verdienen Millionen mit dem Wunsch nach Zweisamkeit. Und doch haftet der Online-Partnersuche irgendwie ein Manko an, was nicht zuletzt am Warencharakter der Singleseiten liegt. Annelie Kralisch-Pehlke & Juliane Ebert schafften mit „im gegenteil“ nun Abhilfe. Das Berliner Blog, das gerade viral geht, nimmt sich viel Zeit für Singles und stellt ausgewählte Mitglieder im Porträt vor.

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Es ist mit der Qual der Wahl so eine Sache. Nie war das Partner-Angebot im Online-Zeitalter größer als in diesen Tagen – nach Jahren der Generation 1.0, in denen Match.com und Friendscout anklickbare Massenware im Profilgitter anboten, folgte mit Badoo die 2.0-Version der Partnersuche. Dating bekam dank Facebook-Verlinkung einen Social-Touch, schließlich sind wir alle im weltgrößten Netzwerk bereits gnadenlose Poser, nur dass uns Mark Zuckerberg eine adäquate Suche verweigert.

Was bleibt bei Badoo & Co ist der Massencharakter. Dass die Partnersuche im 21. Jahrhundert durchaus würdevoller von statten gehen kann, hat Neon mit seinen ehrlichen Kontaktanzeigen vorgemacht. In diese Richtung geht nun auch ein Berliner Blog, das einen durchaus journalistischen Anspruch hat.

im gegenteil: „Ein Online-Magazin, das von Herzen kommt“

im gegenteil“ heißt es – und wird von zwei Berlinerinnen „im besten Alter: um die Dreißig “ betrieben, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: Annelie Kralisch-Pehlke ist verheiratet und Bloggerin, Juliane Ebert Single und Fotografin. Ein perfektes Team also, um die Suchenden dieser Stadt für das gemeinsame Baby im gegenteil zu katalogisieren und zu verkuppeln.

Im gegenteil, will „ ein Online-Magazin“ sein, „das von Herzen kommt“ schreiben die beiden. „Wöchentlich stellen wir euch in unseren Porträts großartige Berliner Singles vor. Schreibt ihnen, datet euch, liebt euch. Jetzt!“, heißt es in ihrem Mission Statement. Tatsächlich kommt im gegenteil wie ein sauber designtes Fashion-Blog daher, in dem die Singles alles andere als bemitleidenswert daherkommen, sondern wie urbane Hipster, die mit dem Selbstverständnis „Singlesein ist ok“ durchs Leben stiefeln.

Weiblicher Gegenentwurf der Generation Amy&Pink: „Singlesein ist ok“

„Jule ist kein Single, sie hat nur gerade seit vielen Jahren keinen Freund“, beschreibt sich eine Autorin entsprechend. Klar wird schnell: im gegenteil ist feminin –, es ist der weibliche Gegenentwurf der Generation Amy&Pink. So gibt es dann in bisherigen Blogeinträgen den einen oder anderen Abstecher in die weibliche Psyche bei der schier unergründlichen Online-Partnersuche.

„Finya: Einfach lasziv vögeln“, heißt ein Eintrag, „WhatsApp-Sex. Hilfe“, ein anderer. Könnte aus der Neon kommen, in Amy&Pink oder Vice geht es härter und derber zur Sache – aber  ‚schockieren’ war ja auch nicht das Anliegen, sondern  die Vorstellung von Berliner Singles, „die Bock haben, jemanden kennenzulernen – egal ob für heute, für morgen oder für immer.“

Seit dem 13. November ist „im gegenteil“ online und geht in diesen Tagen ziemlich viral – auf mehr als 3.000 Fans bei Facebook kommen die Berlinerinnen. In der kommenden Woche gibt es die ersten Shootings in Hamburg.

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Alle Kommentare

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Singles sich im Netz so vorstellen möchten. So in Wort und Bild? Ist ja gut und schön wenn es funktioniert.
    Meine Klienten wollen es lieber diskret.

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