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Newsweek kehrt als Printausgabe zurück

Pünktlich zu seinem 80. Geburtstag feiert das US-Magazin Newsweek die Rückkehr an die Kioske. Bereits Anfang 2014 soll das Blatt mit zunächst 64 Seiten pro Woche im Handel erhältlich sein. Die ehemalige Chefredakteurin Tina Brown hatte 2012 die Printausgabe aus Spargründen komplett eingestellt. Der jetzige Chefredakteur, Jim Impoco, will nun mit voll zahlenden Abonnenten statt subventionierten Abopreisen und Anzeigenkunden wieder an die Erfolgszeiten des Traditionshefts anknüpfen.

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"Wir sehen es als Premium-Produkt, ein Boutique-Produkt", sagte Jim Impoco gegenüber der New York Times über die Wiedergeburt der gedruckten Newsweek. "Premium-Produkte" haben bekanntlich ihren Preis, weshalb Leser künftig mehr für das Magazin hinblättern müssen. Dennoch hofft Impoco, die Auflage im ersten Jahr auf 100.000 Exemplare ausbauen zu können.
Wie andere Printmedien hatte auch Newsweek in der Vergangenheit mit einigen Umwandlungen zu kämpfen. Während das Nachrichtenmagazin zu seinen Spitzenzeiten 1991 in den USA noch 3,3 Millionen Leser verbuchen konnte, verkaufte die Washington Post, bis dato Inhaber der Newsweek, 2010 das Magazin für einen Dollar an den australischen Investor Sidney Harman. Danach fusionierte Newsweek mit der Politik-, Meinungs- und Unterhaltungswebsite The Daily Beast.
Nach knapp achtzig Jahren Printgeschichte verkündete die damalige Chefredakteurin Tina Brown 2012 die gedruckte Ausgabe der Newsweek aus Kostengründen einzustellen und sich auf digitale Medien konzentrieren zu wollen. Die Auflage war in den zehn Jahren zuvor von knapp vier Millionen für alle vier englischsprachige Ausgaben auf eineinhalb Millionen gesunken. Im August wurde Newsweek dann an IBT Media verkauft und Jim Impoco als Chefredakteur eingestellt.

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