Anzeige

Kleiner Büro-Knigge für die Weihachtszeit

Selbstgebackenes auf den Tischen, ein Adventskranz im Büro, Afterwork auf dem Weihnachtsmarkt: Die Weihnachtszeit im Unternehmen hat durchaus ihre Reize. Allerdings birgt der Dezember auch jede Menge Fettnäpfchen, in die man beim Miteinander mit Kollegen und Vorgesetzten treten kann. Angefangen beim peinlichen Flirt auf der Weihnachtsfeier bis zur unschönen Überraschung, wenn sich das Team untereinander beschenken will. Mit den folgenden Tipps umschiffen Sie die Weihnachtshürden im Büro.

Anzeige

Geschenk oder kein Geschenk?
Damit Chefs und Mitarbeiter zur Weihnachtsfeier nicht alleine mit ihren Aufmerksamkeiten dastehen, muss vor der Planung und Organisation passender Geschenke natürlich geklärt werden, ob es überhaupt eine Office-Bescherung geben soll. "Während der Brauch in großen Unternehmen mit vielen nicht verbundenen Bereichen eher unüblich ist, können Geschenke in kleinen Firmen und einzelnen Teams eine nette Geste sein", meint Oliver Nützel, Geschäftsführer des Freizeitmarktplatzes Regiondo. Es gilt deshalb, bei Kollegen vorsichtig das Wasser zu testen und bestenfalls in einem kleinen Meeting zu klären, wie die vorherrschende Einstellungen zu gegenseitigen Geschenken ist.
Teambuilding mit dem richtigen Präsent
Dass ein Chef oder Vorgesetzter nicht alle Hobbys und Vorlieben seine Kollegen kennen kann, ist völlig normal. Auf unpersönliche Geschenke können Mitarbeiter allerdings trotzdem verzichten. "Hier fahren Chefs besser, wenn sie statt langweiliger Pralinen oder Kugelschreiber, lieber ein außergewöhnliches Team-Event schenken", so Nützel. Das zaubert nicht nur ein kollektives Lächeln in die Gesichter, sondern stärkt auch den Teamgeist. Bietet sich diese Möglichkeit nicht an, bringen natürlich auch altbewährte Weihnachts-Boni Mitarbeiter-Augen zum Leuchten.
Keine Einzelgeschenke
Anstatt während der Weihnachtsfeier angetrunken und im schlimmsten Fall etwas zu überschwänglich einzelne Geschenke an die Lieblingskollegen zu verteilen, sollte im Bürolieber ein sicherer Rahmen für die Übergabe geschaffen werden. "Ein guter Trick, um peinliche Situationen zu vermeiden, sind gemeinsame Aktionen wie Julklapp oder Wichteln", sagt Nützel. Hier können Geschenke unverfänglich übergeben werden. Ein weiterer Vorteil: Der Beschenkte wird per Los ausgewählt und jeder bekommt etwas. Unangenehme Situationen zwischen mehr und weniger (beliebten) Beschenkten entfallen. Aber achtung: "Damit sich niemand ungerecht behandelt fühlt, sollte unbedingt ein preislicher Rahmen für die Aufmerksamkeiten festgelegt werden."
Dafür bietet sich beispielsweise eine Weihnachtsfeier an. Doch auch hierbei gilt es, einige Verhaltensregeln zu beachten, um Kollegen und Vorgesetzte nicht vor den Kopf zu stoßen. Carolin Lüdemann vom Deutschen Knigge-Rat hält die Teilnahme an einer Weihnachtsfeier für wichtig, es sollte aber nicht in Arbeit ausarten. So ist die Teilnahme keine Pflicht, wenn die Feierlichkeit während der Arbeitszeit stattfindet. Hat man also gerade eine Spätschicht, darf man unbedarft den Schreibtisch hüten. Allerdings könnte das Fernbleiben aus unerfindlichen Gründen einen falschen Eindruck bei Kollegen erwecken. “Wer sich von der Betriebsfeier distanziert, erweckt den Eindruck, auch sonst kein Interesse am Beisammensein mit den Mitarbeitern zu haben und macht sich zum Außenseiter”, so Lüdemann.
Außerdem gilt: Wer eine Weihnachtsfeier besucht, der muss auch den Smalltalk beherrschen. “Gut tut, wer den Blick über den Tellerrand hebt, keine Grüppchen bildet und sich nicht nur mit den altbekannten und alltäglichen Kollegen umgibt”, so Lüdemann. Vielmehr solle man aktiv auf neue oder weniger bekannte Gesichter zugehen. Wer die Weihnachtfeier zum Karriereschmieden nutzen will, sollte eines beachten: Die meisten Mitarbeiter reden weniger als zwei Stunden pro Jahr freiwillig mit ihrem Vorgesetzten – die Weihnachtsfeier mit eingerechnet. Die Knigge-Expertin rät, aktiv das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen. Und worüber soll man reden? "Über die Weihnachtsfeier, den Ort des Geschehens oder positive Neuigkeiten aus der Firma", so Lüdemann. Karrierepläne hin oder her: Es sei schlicht ein Gebot der Höflichkeit.
Alkohol in Maßen
Eine Weihnachtsfeier dient der Entspannung und dem gegenseitgen Kennenlernen. Trotzdem rät Lüdemann davon ab, mit allzu viel Alkohol zu entspannen. Wer sich betrinkt, erwecke den Eindruck von Fahrlässigkeit und risikiere peinliche Ausrutscher.
Flirten verboten
Wenn sie nicht zum Büro-Gossip beitragen wollen, sollten Sie eventuelle Avancen gegenüber der hübschen Kollegin besser sein lassen. “Auf einer Feier ist man den aufmerksamen Blicken der Kollegen ausgesetzt, die jeden Annäherungsversuch exakt protokollieren und am nächsten Arbeitstag in großer Runde kommentieren”, erklärt Lüdemann. Einen Tipp für den Büroschwarm hat sie auch parat: “Wer sich flirtmäßig bedrängt fühlt, sucht sich am besten Unterstützung und bindet einen neutralen Dritten unverbindlich ins Gespräch ein.”
Keine Partybilder auf Facebook
Mittlerweile besitzt fast jeder ein Smartphone und einen Facebook-Account. Wenn man sich amüsiert, ist es für viele Partygänger ein allzu natürlicher Reflex, Fotos von der Sause auch auf Facebook zu posten. Bedenken Sie, dass Weihnachtsfeiern im betrieblichen Rahmen stattfinden. Könnte das gepostete Bild oder Video das Unternehmen in Schwierigkeiten bringen? Sind auch wirklich alle Kollegen damit einverstanden, auf Facebook mit einem Bild zu erscheinen? Klären Sie das vorab, um unnötigen Stress nach einer eigentlich entspannten Feier zu vermeiden.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige