Grünes Licht für Springer/Funke-Deal Teil 1

Das Kartellamt hat den ersten von vier Teilanträgen des Springer/Funke-Deals genehmigt. Die Genehmigung betrifft den Verkauf der Regionalzeitungen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost sowie der Frauenzeitschriften Bild der Frau und Frau von heute von Axel Springer an die Funke Mediengruppe. Noch nicht genehmigt sind der Verkauf der Programmzeitschriften und die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen. Hier wird mit einer Entscheidung nach dem Jahreswechsel gerechnet.

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Die Axel Springer AG und die Funke Gruppe haben den Mega-Deal in verschiedene Pakete aufgeteilt, damit diese einzeln schneller vom Kartellamt geprüft und genehmigt werden können. Der nun genehmigte Verkauf der Regionalzeitungen und Frauenzeitschriften dürfte zudem der unstrittigste Teil des Deals sein. Die Funke Gruppe ist nämlich nicht mit Zeitungen in Berlin oder Hamburg vertreten und besitzt auch nur einen geringen Anteil am Markt der Frauenzeitschriften. Insofern konnte dieses Paket vom Kartellamt recht schnell durchgewunken werden.

Umfangreicher dürfte die Prüfung bei den weiteren Paketen ausfallen. So will Springer auch seine TV-Zeitschriften TV Digital, Hörzu und Bildwoche an Funke verkaufen. Dort erscheinen bereits u.a.Gong/Bild+Funk, Super TV und TV direkt. Außerdem wollen Springer und Funke Joint Ventures für Vermarktung und Vertrieb gründen – auch dies dürfte bei der Größe der beiden Unternehmen vom Kartellamt genau untersucht werden.

Um das Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen hatten Springer und Funke am 18. November ihren ursprünglichen Antrag zurückgezogen und gesondert vier neue Anträge gestellt. Davon ist der erste nun genehmigt. Nun stehen also noch die Genehmigungen für den Verkauf der Programmzeitschriften, für Gemeinschaftsunternehmen Vermarktung und Gemeinschaftsunternehmen Vertrieb aus. Bei Axel Springer wird damit gerechnet, dass diese Genehmigungen im kommenden Jahr erteilt werden.

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