Jauch-Jahresrückblick fällt auf Minusrekord

Sind die Deutschen noch nicht in Jahresrückblicksstimmung? Oder war die Show so höhepunktsarm und langweilig? Klar ist jedenfalls: Nie sahen weniger Menschen Günther Jauchs "Menschen, Bilder, Emotionen" als 2013. Nur 4,49 Mio. waren im Durchschnitt dabei, bisher gab es immer mehr als 5 Mio. Seher. Im Gesamtpublikum gab es damit nur Platz 6 der Tages-Charts, bei den jungen Zuschauern immerhin Rang 2. Tagessieger war souverän der Stuttgart-"Tatort", den insgesamt 9,34 Mio. Krimifans einschalteten.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. "2013! Menschen. Bilder,…" Minusrekorde
Bisher stammte der Gesamtpublikums-Tiefstwert der RTL-Jahresrückblicke aus dem Jahr 1998, als 5,03 Mio. Leute zusahen. 2009 (5,05 Mio.) und 2012 (5,04 Mio.) waren es ähnlich viele. Der Rekordwert ist erst zwei Jahre alt: 2011 sahen 8,46 Mio. zu – auch wegen des Gastes Thomas Gottschalk, der Jauch damals noch dazu überreden wollte, "Wetten, dass..?" zu übernehmen. Diesmal waren es also nur noch 4,49 Mio. bzw. ordentliche 15,3%. Besser lief es noch bei den 14- bis 49-Jährigen: 2,38 Mio. reichten hier für den Tagessieg und gute 20,0%, doch auch in dieser jungen Zielgruppe entspricht das einem neuen Minusrekord.

2. Stuttgarter "Tatort" knackt 9-Mio.-Marke
Unbeirrt von der Konkurrenz erreichte der "Tatort" – diesmal einer aus Stuttgart – sein gewohnt überragendes Quotenniveau. Mit 9,34 Mio. Krimifans kletterte er auf 26,0%, bei den 14- bis 49-Jährigen mit 3,30 Mio. auf 23,0%. Das reichte natürlich in beiden Zuschauergruppen für den Tagessieg. Im Gesamtpublikum folgt dahinter wie angedeutet nicht der RTL-Rückblick, sondern die 20-Uhr-"Tagesschau" des Ersten mit 6,85 Mio. und ZDF-Kontrahent "Inga Lindström: Das Geheimnis von Gripsholm" mit 5,40 Mio. Sehern und 15,0%.

3. "Das große Backen" startet gut, "sonntags.live" und "V.I.P. Bus" nicht
Gleich drei Neustarts gab es am Sonntag bei RTL und Sat.1. Am besten erging es dabei überraschenderweise dem Neuling von Sat.1. "Das große Backen" sahen am Vorabend ab 18 Uhr immerhin 1,22 Mio. 14- bis 49-Jährige – ein guter Marktanteil von 13,4%. Klar unter dem Soll und den Erwartungen blieben hingegen die beiden RTL-Premieren: Das Magazin "sonntags.live" kam um 12 Uhr nicht über miese 430.000 und 7,7% hinaus, "Der V.I.P. Bus – Promis auf Pauschalreise" lief um 16.40 Uhr mit 800.000 und 10,9% auch nicht viel besser.

4. ProSieben erfolgreich mit "Alice im Wunderland", Vox versagt mit "Promi Dinner"
Abseits von ARD und RTL lief es in der Prime Time des jungen Publikums für ProSieben am besten: 2,14 Mio. 14- bis 49-Jährige entschieden sich für "Alice im Wunderland" – ein guter Marktanteil von 15,5%. Sat.1 hingegen blieb mit "Navy CIS", "Navy CIS: L.A." und "Hawaii Five-O" bei 9,8%, 8,9% und 9,9% hängen, "House of Cards" kam 7,5%. Bei den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga kam niemand im Abendprogramm an seine Normalwerte heran: RTL IIs "Glimmer Man" sahen 830.000 14- bis 49-Jährige (5,9%), kabel-eins-Zweiteiler "Die Wildnis und ich – Richard Gress in Afrika" 550.000 (3,9%). Besonders bitter lief es allerdings für das – diesmal komplett Promi-freie – "perfekte Promi Dinner" bei Vox: Nur 530.000 junge Zuschauer waren dabei – desaströse 4,1%.

5. Sensationelle Zahlen für "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" im KiKA
Dass die Weihnachtszeit beginnt, merkt man spätestens dann, wenn die Wiederholungen des Märchens "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zu sehen sind. Am Sonntag gab es die erste – um 12 Uhr im KiKA. Die Quoten, die dabei erreicht wurden, sind auch in diesem Jahr sensationell. 1,72 Mio. Leute sahen insgesamt zum, darunter 810.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile kletterten damit auf 12,5%, bzw. 14,7%, bei den 14- bis 49-Jährigen war der KiKA damit mittags Marktführer, der Film hätte beinahe sogar die Tages-Top-20 erreicht. 3- bis 13-jährige Kinder saßen auch vor dem Fernseher: 330.000 entsprachen überragenden 41,4%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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