„The Voice of Germany“ fällt auf Minusrekord

2,99 Mio. Gesamt-Zuschauer, 1,71 Mio. 14- bis 49-Jährige - weniger Leute als am Freitag sahen noch nie eine Ausgabe von "The Voice of Germany". Trotz dieses neuen Allzeit-Minusrekords gewann die erste Liveshow der 2013er-Staffel den Tag im jungen Publikum, schlug auch "Die ultimative Chart Show" von RTL mit den "erfolgreichsten Hits des Jahres 2013". Spannend ist der Siegeszug der "heute-show", die inzwischen bei Jung und Alt Top-Ten-Plätze holt und insgesamt sogar mehr Zuschauer als "The Voice" hatte.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Minusrekorde für "The Voice" und "ultimative Chart Show"
Nicht nur "The Voice of Germany", auch "Die ultimative Chart Show" mit den (etwas verfrühten) Jahres-Charts fielen auf neue Zuschauer-Tiefstwerte. "The Voice" blieb mit 2,99 Mio. Gesamt-Zuschauern und 1,71 Mio. 14- bis 49-Jährigen allerdings dennoch klar über dem Sat.1-Normalniveau, erzielte Marktanteile von 10,9% und 17,3% und gewann im jungen Publikum. "Die ultimative Chart Show" landete bei RTL hingegen mit nur noch 10,0% und 15,7% klar unter den Vorjahren und unter den Vorstellungen des Senders. Bis 2012 hatten die Jahres-Charts bei RTL immer mindestens 2 Mio. 14- bis 49-Jährige gesehen, 2012 waren es noch 1,78 Mio. (17,7%) und nun nur noch 1,48 Mio. (15,7%).

2. "heute-show" wird zum Mainstream-Hit
Die Quoten-Entwicklung der "heute-show" kann immer wieder nur bestaunt werden. Als die erste Ausgabe im Mai 2009 lief, war die Neugier zwar groß, doch als die Sendung nach ein paar weiteren monatlichen Ausgaben dann im Januar 2010 auf ihrem Stamm-Sendeplatz in Serie ging, konnte sie nicht so recht überzeugen. 6,5% im Gesamtpublikum und 5,3% bei den jungen Zuschauern waren weit entfernt von dem, was man sich wünschte. Lange Zeit blieben die Gesamtpublikumswerte unter 10%, bei den 14- bis 49-Jährigen hingegen wurde die Show allmählich zum Erfolg. Mittlerweile holt sie nicht nur bei den Jungen tolle Quoten, sondern auch insgesamt. Diesmal gab es mit 3,32 Mio. Zuschauern 14,0% und mit 1,09 Mio. 14- bis 49-Jährigen 11,5%. In beiden Zuschauergruppen lag sie damit klar über dem ZDF-Normalniveau, in beiden zog sie klar in die Tages-Top-Ten ein.

3. ZDF-Krimis siegen im Gesamtpublikum vor ARD-Drama
Noch mehr Zuschauer als die "heute-show" erreichte das ZDF mit seinen Freitags-Krimis. 5,04 Mio. sahen zunächst um 20.15 Uhr "Der Kriminalist", sogar 5,21 Mio. danach die "SOKO Leipzig" – tolle Marktanteile von 16,9% und 17,6%. Da konnte die ARD absolut nicht mithalten. Sie kam mit der 20-Uhr-"Tagesschau" und 3,86 Mio. (14,1%) auf Platz 3, die Drama-Premiere "Weit hinter dem Horizont" erreichte danach mit 3,67 Mio. nur noch solide 12,3%. Das "heute-journal" sahen im ZDF übrigens 3,24 Mio. Leute – 80.000 weniger als danach die "heute-show". Stärkstes Programm der Privatsender war am Freitag "RTL aktuell" mit 3,48 Mio., in der Prime Time "The Voice of Germany" mit 2,99 Mio.

4. ProSieben unter Soll, Vox und RTL II gleichauf
Bei den restlichen Privatsendern kam zwar ProSieben den Shows von Sat.1 und RTL am nächsten, doch die 1,02 Mio. 14- bis 49-Jährigen und der Marktanteil von 10,2% sind etwas zu wenig für eine ProSieben-Prime-Time. Nicht allzu weit davon entfernt folgen Vox und RTL II auf ähnlichem Niveau. Bei Vox startete "CSI: NY" mit soliden 750.000 und 7,5% in den Abend, danach erreichte "Law & Order: Special Victims Unit" fast identische 780.000 und 7,5% und zwei Folgen "Criminal Intent" steigerten sich schließlich auf 830.000 und 790.000, bzw. 8,6% und 10,2%. RTL II kam mit "Spiderman" unterdessen auf 760.000 14- bis 49-Jährige und für RTL-II-Verhältnisse ordentliche 7,6%. Nur von weiter Entfernung anschauen konnte sich das kabel eins: Dort blieb der Pilot der Serie "In Plain Sight" um 20.15 Uhr mit gerade einmal 320.000 14- bis 49-Jährigen bei desaströsen 3,1% hängen, verlor damit sogar noch gegen Super RTL.

5. Super RTL punktet mit Kinoflop "Jets", WDR mit "NRW von oben"
Deutlich über dem Soll landete in der Prime Time des jungen Publikums Super RTL: Immerhin 370.000 14- bis 49-Jährige wollten den russischen Animationsfilm "Jets – Helden der Lüfte" sehen, der erst im Sommer in den deutschen Kinos lief und dort extrem gefloppt war. Der Marktanteil lag damit bei starken 3,6%. 3- bis 13-jährige Kinder durften noch 380.000 wach bleiben – 24,6%. Auch zwei Dritte lockten überdurchschnittlich viel junges Publikum an: Das Bayerische Fernsehen mit "Hubert und Staller" 250.000 (2,5%), das WDR Fernsehen mit der neuen Reihe "NRW von oben" 240.000 (2,4%). Insgesamt sahen die Luftbild-Doku 1,05 Mio. (3,5%) – auch ein gutes Ergebnis. Über die Mio.-Marke sprang später auch noch der "Kölner Treff" mit 1,10 Mio. (4,3%), im mdr Fernsehen zudem die "musikalische Reise durch Oberbayern" mit 1,16 Mio. und 3,9%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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