Supertalent: Rapper verhindern Ausstrahlung

Die Rap-Band Qult ist gegen den Fernsehsender RTL vor Gericht gezogen, weil sie ihren Auftritt beim "Supertalent" nicht zur Ausstrahlung kommen lassen wollte. Nachdem die Band bereits Mitte Oktober eine einstweilige Verfügung gegen den Sender erwirkt hatte, legten die Kölner Widerspruch ein. Beim Sendeverbot habe es "Verfahrensfehler" gegeben. Jetzt berichtet der Anwalt der Rapper: RTL hat einen Rückzieher gemacht – im Gegenzug muss über die Inhalte des Verfahrens geschwiegen werden.

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Die Band, die wegen "unzumutbarer Tontechnik" und typischer Bohlen-Kritik nicht mehr ins Fernsehen wollte, zeigt sich mit dem Ausgang des Verfahrens zufrieden. "RTL wird seine Gründe dafür haben, warum wir über die Einzelheiten des Prozesses nichts sagen dürfen", so Front-Mann Jens Gläsker. "Ich habe der Band zur Einigung gegen Stillschweigen geraten, weil es in jedem Prozess Risiken gibt und eine schnelle Lösung besser ist, als jahrelange Streitereien", erklärt Anwalt Bernd Roloff.
Seitens der Musiker bestand die Angst, von RTL in ein falsches Licht gerückt zu werden. Ihr performter Titel Carpe Diem vermittele "Aufbruchstimmung", erklärt Gläsker. Beim "Supertalent" hätte die Band, die sich gerne mit Straßenkonzerten und eigenen Partys inszeniert, "zwischen Alphornbläsern und Hunde-Piano" auftreten sollen. In Bohlens Jury-Bewertung habe es dann geheißen, der Auftritt der Musiker sei "aufgesetzte Rapperkacke" gewesen. 

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