Nach Pöbelattacke: Baldwin-Show eingestellt

Der US-Sender MSNBC hat die gerade erst vor sechs Wochen gestartete Show "Up Late with Alec Baldwin" abgesetzt, nachdem der Schauspieler offenbar zwei Paparazzi vor seinem Haus mit schwulenfeindlichen Beleidigungen anpöbelte. Zwar zeigt sich Baldwin nach rund zwei Wochen reumütig und betont, dass er die Verantwortung für sein Verhalten übernehmen werde. Schuld an dem Aus der Sendung seien aber Aktivisten, erklärt er der Presse.

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Die Schwulen- und Lesben-Organisation GLAAD (Gay and Lesbian Alliance Against Defamation) und der Blogger Andrew Sullivan hätten ihn ins Visier genommen, als seine Beleidigung "cocksucking faggot" (zu deutsch: "schwanzlutschende Tunte") gegen zwei Paparazzi, durch die Medien ging. Er sei in den "fundamentalistischen Flügel der Schwulenrechtler" geraten. "Sie haben meine Show getötet", sagt Baldwin gegenüber der Nachrichtenseite Gothamist. "Für‘>Glaad hatte den Schauspieler offenbar seit längerer Zeit im Visier. Sullivan hat in seinem Blog ausführlich über den aktuellen Vorfall berichtet. 
Der Schauspieler gesteht sein Fehlverhalten in einem Posting auf der Seite von MSNBC ein und stellt fest, dass er niemanden habe beleidigen wollen. Gegenüber Gothamist behauptet er aber auch, dass ihm zusätzlich Worte in den Mund gelegt worden seien."Faggot ist nicht das Wort, das aus meinem Mund gekommen ist."
Die Entscheidung "Up Late with Alec Baldwin" zu beenden sei "in Einvernehmen" zwischen dem Sender und Baldwin gefallen, betonen beide Parteien. In den vergangenen 14 Tage habe man die Sendung bereits ausgesetzt.
Baldwin ist für Fehltritte dieser Art längst bekannt. In der Vergangenheit ist der Schauspieler immer wieder mit Fotografen aneinander geraten und musste sogar schon mal einen Flieger verlassen, weil er ein Spiel auf seinem Smartphone nicht beenden wollte.

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