Glööckler verärgert über Hörigs Koks-Posting

Elmar Hörig kann es nicht lassen: Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass Harald Glööckler im Zuge der unzulässigen Berichterstattung in der Bild vom 1. Juli 2013 eine Schmerzensgeldklage gegen den Axel Springer Verlag in Höhe von 500.000 Euro eingereicht hat. Das nahm Moderator und Facebook-Skandalnudel Hörig zum Anlass, einen despektierlichen Kommentar auf seiner Facebook-Seite zu posten. Der Designer lässt nun per Anwaltsschreiben mitteilen, gegen die Äußerungen rechtlich vorzugehen.

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Bereits zwei Wochen nach der Bild-Titelseite mit Glööckler hatte das Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen den Bild-Bericht erlassen. Daraufhin musste die Zeitung eine Gegendarstellung veröffentlichen. Allerdings hatte die Bild zwischenzeitlich berichtet, dass der "Staatsanwalt die Kokain-Vorwürfe vom Tisch gefegt" hätte. Zusätzlich verklagte der Berliner Designer den Verlag laut Spiegel auf eine Summe von 500.000 Euro. Mittlerweile haben sich Springer und Glööckler auf eine außergerichtliche Einigung verständigt. Glööckler will die Klage fallen lassen, wenn Springer eine nichtgenannte Summe für einen guten Zweck spendet.
Elmar Hörig, dessen Facebook-Seite wegen homophober Äußerungen schon mehrmals vom Netz gegangen war, lässt der Rechtsstreit offenbar kalt. Er schrieb auf seiner Seite: „Kokain Skandal : Harald Glööööökler will 500.000 Euro Schmerzensgeld von BILD. !!!! Die Summe geht ok. Erstens tuts der BILD nicht weh und die Preise von Koks sind enorm gestiegen“. Glööckler ließ hierzu Folgendes mitteilen: „Herr Hörig scheint aus der Vergangenheit leider nicht gelernt zu haben. Ich verurteile diese und andere respektlose Äußerungen Herrn Hörigs auf das Schärfste und werde umgehend rechtliche Schritte gegen ihn einleiten. Auch in Zukunft werde ich mir jegliche Äußerungen dieser Art nicht gefallen lassen und mit allen mir möglichen rechtlichen Schritten vehement dagegen vorgehen.“
Zuletzt verwirrte “Elmi”, in den 80er und 90er Jahren ein populärer Radiomoderator bei SWF3, mit geschmacklosen Nazi-Sprüchen. Auf die Sperrung seiner Seite reagierte der 64-Jährige mit Häme: “Liebe Facebook Gestapo” war Elmar Hörigs Facebook-Post vom 3. Februar in seinem öffentlichen Profil überschrieben. Im Anschluss erging sich “Elmi” in wüsten Beschimpfungen gegenüber Facebook und wirren Nazi-Vergleichen. Grund für den Ausbruch an Geschmacklosigkeit ist offenbar, dass das Social Network in der Vergangenheit mehrere Kommentare des Moderators löschte, weil sich andere Nutzer beschwert hatten. So sei sein Kommentar “Die FDP hat 10 % erreicht , was machen die jetzt mit dem Schlitzauge.???” entfernt worden.
Hörig: "Wenn das reicht, um einen Facebook Account zu sperren, dann habe ich eigentlich nicht vor meinen bissigen Kommentaren Angst, sondern vor Eurem vorauseilenden Gehorsam wenn es um Political Correctness geht. Wo das enden kann, sieht man jetzt in der Sexismusdebatte, die sämtliche Medien zumüllt, weil irgendein Arschloch ‘Aufschrei’ an die Wand geschrieben hat.” Über Political Correctness, Sexismus-Debatte, FDP-Bashing bis hin zur persönlichen Beleidigung überspannt Hörig den Bogen und schwadroniert im weiteren Verlauf über Demokratie und Meinungsfreiheit.
Über Meinungsfreiheit und Demokratieverständnis werden sich jetzt wohl die Anwälte von Hörig und Glööckler vor Gericht unterhalten.

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