Bayern und Dortmund in eigener Quoten-Liga

1,86 Mio. Fans sahen am Samstagabend das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Dortmund und Bayern München bei Sky - das ist die höchste je gemessene Zuschauerzahl eines Fußballspiels bei dem Pay-TV-Anbieter. Dass die beiden Clubs nicht nur sportlich, sondern auch bei den TV-Quoten allmählich in einer eigenen Liga spielen, zeigt auch die Tatsache, dass vier der acht Bundesliga-Spiele mit den besten Sky-Quoten Aufeinandertreffen zwischen Dortmund und Bayern waren.

Anzeige

Der bisherige Einzelspiel-Rekord stammte aus der Saison 2011/12. Damals sahen am 30. Spieltag 1,40 Mio. Fans das Meisterschafts-vorentscheidende Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern. Diesmal ging es zwar nicht um die Meisterschaft – aber um viel Prestige. Die Folge waren 1,86 Mio. Zuschauer und damit die Pulverisierung des alten Bundesligaspiel-Rekords. Auch in der Champions League gab es bisher kein stärkeres Match: Hier hält das Halbfinal-Hinspiel FC Bayern – FC Barcelona aus dem April mit 1,54 Mio. den Rekord. Der absolute Sky-Zuschauerrekord wurde allerdings verfehlt, denn zusätzlich zu den 1,40 Mio. BVB-FCB-Sehern gab es im April 2012 noch 560.000 Fans, die eins der anderen damaligen Mittwochabend-Spiele, bzw. die Konferenz einschalteten. Die 2,02 Mio. Zuschauer sind damit weiterhin die Sky-Bestleistung und das einzige Mal, das Sky seit dem Start der offiziellen Quotenmessung die 2-Mio.-Marke knacken konnte.

Kommen wir zum Rest des aktuellen Spieltags. Der begann am Freitag mit 490.000 Zuschauern für das Match zwischen Stuttgart und Mönchengladbach – ein solides bis ordentliches Ergebnis. Am Samstagnachmittag wurde dann traditionell die Mio.-Marke geknackt: 1,33 Mio. sahen die Konferenz oder eine der fünf Einzeloptionen. Mit 900.000 von 1,33 Mio. war die Konferenz dabei wieder der klare Hit. Unter den Einzelmatches dominierte ohne Konkurrenz von Bayern und Dortmund das Spiel von Schalke 04: 270.000 sahen das 3:3 in Frankfurt. Hertha-Leverkusen und Nürnberg-Wolfsburg kamen auf je 50.000 Fans, Aufsgburg-Hoffenheim sahen 40.000 und Braunschweig-Freiburg nur 20.000.

Am Abend dann der zur ausführlich gewürdigte BVB-FCB-Rekord von 1,86 Mio. Zuschauern, 1,10 Mio. 14- bis 49-Jährige katapultierten das Spiel im Übrigen in die Tages-Top-Ten der jungen Zielgruppe – mitten zwischen all die Free-TV-Programme. Die 3-Stunden-Show "Samstag Live!" profitierte trotz des starken Vorprogramms kaum: Nur 30.000 sahen sie ab 21 Uhr – ein Mini-Marktanteil von 0,1%. Die beiden Sonntags-Spiele sahen schließlich 440.000 (Hamburg-Hannover), bzw. 580.000 Leute (Bremen-Mainz) bei Sky – Kneipen-Besucher und Sky-Go-Nutzer wie immer nicht mitgerechnet.

In der von MEEDIA errechneten Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen setzen sich Dortmund München dank des Rekords weiter ab, führen mit 610.000 bzw. 590.000 Durchschnitts-Zuschauern klar vor Stuttgart und Frankfurt. Größere Verschiebungen gab es in der Tabelle nicht wirklich: Bremen kletterte von 9 auf 7, Hannover von 14 auf 12 – beide dank der Sonntags-Spiele.

Auf die bereinigte Tabelle, in der wir nur die Spiele werten, die in Konkurrenz zu anderen stattfinden, also die am Samstagnachmittag und aus englischen Wochen, hatte das BVB-FCB-Match logischerweise keinen Einfluss. Daher rückte Schalke in den beiden Führenden in diesem Ranking sogar etwas näher. Am Ende der Tabelle bleiben Braunschweig, Freiburg und Leverkusen, Braunschweig und Freiburg festigten ihren Platz mit der schwächsten Zahl des Spieltags.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige