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Sat.1: mit Elvers und Wulff ins neue Jahr

Der Kampf ums Familienfernsehen könnte kommendes Jahr spannend werden. Mit dem Start des Disney Channel im Free TV drängt im Januar ein weiterer Konkurrent um die begehrte Zielgruppe auf den Markt. Sat.1 präsentierte am Donnerstag das neue Programm für die Saison 2014 - und setzt dabei auf Altbewährtes. Einzige neue deutsche Serie ist die Krimireihe "Josephine Klick" mit Diana Amft. Und es gibt bei Sat.1 das Schauspiel-Comeback von Jenny Elvers ...

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Im Hamburger Kehrwieder Theater stellten die Programmmacher aus Unterföhring ihre TV-Highlights für das Frühjahr 2014 vor. Abgesehen von zwei viel versprechenden Spielfilm-Events, setzt der Sender auf Altbewährtes und steckt bekannte Konzepte lediglich in neue (deutsche) Gewänder.
Wenig Neues im Bereich Serien-Fiction
Im Bereich deutsche Serien präsentierte sich Sat.1 nur wenig erfinderisch. Als einzige neue Serie zeigte Jochen Ketschau, Senior Vice President und Verantwortlicher für Deutsche Fiction, Diana Amft in der Rolle der "Josephine Klick", einer Ausnahme-Kommissarin, die es von der Landidylle in die Großstadtkulisse zieht. Dort hat sie vor allem mit ihrem eigenen Team zu kämpfen, dessen Kommissare Fritz Munro (gespielt von Matthi Faust) und Alexander Mahler (Alexander Khuon) nicht wirklich begeistert von der blonden Kollegin sind. Produziert wird die neue Serie von Ufa Fiction.
Ansonsten verlässt sich Sat.1 im Serien-Portfolio auf mittlerweile altbewährte Formate. Die Ein-Euro-Anwältin "Danni Lowinski" geht 2014 in die fünfte Staffel, in der sie ihr Hochhausappartment räumt, um mit Vater Kurt ein hübsches Reihenhäuschen zu beziehen. Der gerät dort vor allem mit der spießigen Nachbarschaft in Konflikt. Danni selbst wird – klingt komisch, ist aber so – Papa und auch in der Liebe scheint sich etwas Neues zu entwickeln. Daneben wird auch Henning Baum als "Der letzte Bulle" in eine weitere Staffel starten. In der fünften Runde ermittelt Mick Brisgau rund um den mysteriösen Tod des Kollegen Koller. "Die neuen acht Folgen sind eine in sich geschlossene Geschichte", erklärt Schauspieler Henning Baum. Der Tod Kollers bringt Brisgau wieder mit alten Kollegen zusammen. Gemeinsam wollen sie das Rätsel lösen.
 FilmFilm: Alter Stoff, neues Gewand
Für die Filme am Dienstag durften die Macher von "Männerherzen" ihre Geschichte zu fünf "Frauenherzen" ummünzen. Zu sehen sein werden Nadesha Brennicke, Valerie Niehaus, Anna Fischer und auch Jenny Elvers wird ihr Schauspielcomeback geben – allerdings nur in einer Gastrolle.
"Plötzlich wieder 16" beschreibt die Geschichte von Ehefrau Claire (Sophie Schütt), die sich von ihrem Ehemann, einem Theater-Schullehrer, betrogen fühlt. Tatsächlich scheint der Ehemann (Florian Fitz) ein sehr persönliches Verhältnis gegenüber seinen Schülerinnen zu pflegen. Als Claire ihn in der Schule ausspähen will, fühlt sie sich in ihre Vergangenheit zurück versetzt – und plötzlich ist sie wieder 16. Produziert wird die Komödie von Wiedemann & Berg Televisions, ausführender Produzent ist Peter Fröhlich.
Des weiteren will Sat.1 mit Produktionen wie "Alles auf Anfang" (eine Frau in der Midlife-Crisis verliebt sich in den Vater ihres viel zu jungen Sohnes), "Die Chinesen kommen" (Familie Brucker hat mit neuen chinesischen Nachbarn zu kämpfen, die den Deutschen in allen Bereichen Konkurrenz machen) oder dem Drama "Einsatz ohne Grenzen" (Ärztin Sophie Heimbach hilft im Katastrophengebiet in Thailand und legt sich mit den falschen Leuten an) punkten.
 Vielversprechende "TV-Events"
In Zusammenarbeit mit Spiegel-Autor Jan Fleischhauer schrieb Regisseur Thomas Schadt "Der Rücktritt", die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Christian Wulff (gespielt von Ralf Wiesinger). Im von Nico Hofmann produzierten Doku-Drama spielt vor allem auch der Einfluss der Medien, insbesondere der Bild-Zeitung, eine große Rolle.
Ebenfalls vielversprechend klingt das History-Drama "Die Hebamme", nach dem gleichnamigen Roman von Kerstin Kantz. Die Geschichte spielt im Jahr 1799, die junge Frau Gesa (Josephine Preuß, "Türkisch für Anfänger", "Hotel Adlon") fasst den Entschluss Hebamme zu werden und macht sich auf den Weg in die Universitätsstadt Marburg. Dort lernt sie den Anatom Dr. Clemens Heuser (Andreas Pietschmann) kennen. Der Mediziner bekommt zur Forschung Leichen zur Verfügung gestellt, die durch Selbstmord zum Tode kamen. Zeitgleich kommt es in Marburg zu einer mysteriösen Selbstmordserie. Heuser gerät unter Verdacht. Produziert wurde das Drama von Moovie the art of entertainment in Koproduktion mit Mona Film und Wilma Film. Neben Preuß und Pietschmann werden u.a. auch Axel Milberg und Lisa Maria Potthoff zu sehen sein.
Auch Kino-Produktionen will Sat.1 2014 wieder wieder über die Bildschirme laufen lassen. Zu viel wolle er noch nicht verraten, da sich einiges noch in Produktion befinde. Sicher ist jedoch, dass "Vaterfreuden" von Matthias Schweighöfer zu sehen sein wird. Ebenso wolle man einen neue Streifen mit den aktuellen Top-Stars Tom Schilling, Hannah Herzsprung und Elyas M’Barek zeigen, der bald in die Kinos kommen soll. Und auch Til Schweiger wird kommendes Jahr wieder für die Leinwand produzieren, dieses Mal in Koproduktion mit Warner – ebenfalls dann bei Sat.1, voraussichtlich im Dezember, zu sehen.
Was der Sender im Show-Bereich vor hat, behielten Ketschau und Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow noch für sich. Bekannt ist, dass im Dezember die Vorbereitungen für das neue Showkonzept "Die Millionärswahl" angelaufen sind. Im Januar geht es in die Live-Shows. Wie die aussehen werden, will der Sender der Presse am Montag verraten.

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