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Promi-„WWM“: Minusrekord und Niederlage

Die neueste Ausgabe des "Prominenten-Specials" von "Wer wird Millionär?" brachte nicht nur einen der peinlichsten Momente - Waldemar Hartmann, der vergessen hatte, dass Deutschland 1974 im eigenen Land Weltmeister geworden ist - sondern auch die geringste Zuschauerzahl der Geschichte der Show. Erstmals sahen weniger als 6 Mio. Leute zu - genau 5,61 Mio. Das reicht nicht einmal mehr für den Tagessieg, den sich insgesamt "Der Bergdoktor" und im jungen Publikum "The Voice" erkämpften.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. "Wer wird Millionär?"-Promi-Special halbiert in acht Jahren Publikum
Aus einem ehemaligen Megahit wird allmählich eine große Quotenmaus. Nein, wir meinen diesmal ausnahmsweise nicht "Wetten, dass..?", sondern die "Prominenten-Specials" von "Wer wird Millionär?". In den Jahren 2001 bis 2005 erreichten sie noch fast durchgängig mehr als 10 Mio. Zuschauer, beim Rekord vom 30. Mai 2005 sogar 11,42 Mio. Achteinhalb Jahre später waren es nur noch 5,61 Mio. Leute. Damit verlor Günther Jauch sogar den Kampf um den Tagessieg: Den holte sich mit 5,82 Mio. Zuschauern nämlich "Der Bergdoktor" des ZDF. Ein Flop ist das "WWM"-Special mit 19,5% natürlich weiterhin nicht, doch die ehemaligen Mega-Quoten – sie scheinen unerreichbar geworden zu sein.

2. "WWM" verliert auch im jungen Publikum – gegen "The Voice"
Auch bei den 14- bis 49-Jährigen verpasste "Wer wird Millionär?" den Tagessieg – hier sogar noch etwas klarer. 1,89 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die RTL-Show ab 20.15 Uhr, Tagessieger "The Voice of Germany" kam auf 2,39 Mio. und damit auf eine halbe Million mehr. Zwar lag "The Voice" damit unter den Zahlen der Vorwochen, doch der Sieg gegen Günther Jauchs Promis hat diesen Makel sicher mehr als ausgeglichen. "The Voice" erzielte damit einen Marktanteil von 20,2%, "WWM" einen von 17,2%.

3. ARD blass mit "Der Bulle und das Landei"
Während ZDF und RTL um 20.15 Uhr um den Sieg kämpften, musste sich die ARD das Geschehen von einer gewissen Entfernung aus ansehen. Die Premiere der Krimikomödie "Der Bulle und das Landei: Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist… tot" lief nur bei 3,59 Mio. Leuten, der Marktanteil von 11,0% ist etwas unbefriedigend. Im jungen Publikum sahen immerhin 920.000 (7,6%) zu. Richtig zufrieden kann auch Sat.1 nicht sein, das bei den 14- bis 49-Jährigen klar gegen RTL und ProSieben verlor: Die drei Folgen "Criminal Minds" erzielten mit 1,18 Mio., 1,17 Mio. und 1,07 Mio. nur solide 9,9%, 9,8% und erst um 22.15 Uhr bessere 11,7%.

4. Nicht viel los in der zweiten Liga
Vox, RTL II und kabel eins kamen am Donnerstag im Schatten der großen Sender nicht auf sonderlich starke Quoten. So blieb RTL II mit den "Kochprofis" und dem "Frauentausch" im jungen Publikum auf Marktanteile von 5,6% und 6,6% und blieb damit unter dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von derzeit 6,8%. Auch Vox landete leicht unter dem Soll: mit "7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug" und 7,4%. Zufriedener kann kabel eins sein: mit 690.000 14- bis 49-Jährigen und 7,0% für den 3-Stünder "Postman" aus dem Jahr 1997.

5. Alter Thomalla-"Tatort" knackt Mio.-Marke
Auch bei den kleineren Sendern waren spektakuläre Quoten Mangelware. Eine Ausnahme war der vier Jahre alte mdr-"Tatort" mit Simone Thomalla und Martin Wuttke, den das WDR Fernsehen um 20.15 Uhr ausstrahlte. 1,33 Mio. schalteten ihn ein – ein toller Marktanteil von 4,1%. Damit schlug der WDR um 20.15 Uhr sogar RTL II und kabel eins. Klar über Soll blieb auch das Magazin "quer" im Bayerischen Fernsehen, das 860.000 Leute auf 2,7% hievten.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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