Apple: China Mobile-Deal noch im Dezember?

Wie das Wall Street Journal-Blog Digits berichtet, dürfte das iPhone im Dezember nach Jahren des Wartens endlich über China Mobile vertrieben werden. Das geht aus einer Produktbeschreibung auf der Webseite von China Mobile hervor, die "eine neue Marke" ankündigt. Gleichfalls kann sich Apple über einen Nachschlag im seit Jahren schwelenden Patentprozess gegen Samsung freuen: Eine US-Richterin verdonnerte die Südkoreaner zu einer neuerlichen Zahlung von 290 Millionen Dollar.

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Wie das Wall Street Journal-Blog Digits berichtet, dürfte das iPhone im Dezember nach Jahren des Wartens endlich über China Mobile vertrieben werden. Das geht aus einer Produktbeschreibung auf der Webseite von China Mobile hervor, die "eine neue Marke" ankündigt. Gleichfalls kann sich Apple über einen Nachschlag im seit Jahren schwelenden Patentprozess gegen Samsung freuen: Eine US-Richterin verdonnerte die Südkoreaner zu einer neuerlichen Zahlung von 290 Millionen Dollar. 

Nimmt die schier unendliche Geschichte doch noch ein gutes Ende? Es sieht ganz danach aus: Seit Jahren hält Apple die Mobilfunkbranche mit einem Vertragsabschluss in Atem, der dann doch nicht kommen will. Obwohl der iKonzern im September sogar eine eigene iPhone-Keynote im Reich der Mitte ankündigte, die dann doch nur eine TV–Aufzeichnung war, kam der Deal einfach nicht zustande.

Dabei war Tim Cook dieses Jahr bereits zweimal zu Besuch in China und traf mit den Verantwortlichen von China Mobile zusammen. Das jüngste Treffen ereignete sich gerade mal wenige Wochen vor der iPhone-Keynote. Wie China Mobile seinerzeit bestätigte, hatte Apple-CEO Tim Cook mit seinem Amtskollegen Xi Guohua dabei eine nähere Zusammenarbeit erörtert.

iPhone-Vertrieb: Apple und China Mobile brauchen den Deal 


Die asiatische Nummer eins auf dem Handymarkt dürfte an einem Vertrieb von iPhones ebenfalls  interessiert sein – während das Nutzerwachstum weiter anzieht, stagnieren die Gewinne, da China Mobile gegenüber den kleineren Konkurrenten China Unicom und China Telecom, die beide längst das iPhone vertreiben, bislang ein schwächeres 3G-Netz anbietet.

Apple benötigt den Deal mindestens ebenso dringend. Die jüngsten Quartalszahlen unterstrichen in aller Deutlichkeit, dass Apple in China einen neuen Absatztreiber braucht. Tim Cook musste eingestehen, dass der Umsatz im asiatischen Riesenreich um immerhin 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal eingebrochen ist – dabei galt China jahrelang als die Wachstumshoffnung.

iPhone-Vertrieb: Apple und China Mobile brauchen den Deal 


Nach jahrelangem Anlauf soll es nun endlich soweit sein, berichtet Digits. Das Wall Street Journal-Blog ist auf einen Vertriebshinweis bei China Mobile aufmerksam geworden, in dem der größte Mobilprovider der Welt eine "neue Marke" für sein neues 4G-Mobilfunknetz ankündigt.

Da der weltgrößte Provider alle großen Handyhersteller bis auf Apple bereits anbietet, könnte der Hinweis auf den Vertriebsstart des iPhones deutlicher kaum sein.  Der Vertriebsstart wurde bereits auf den 18. Dezember fixiert. Damit wäre der Einfluss der iPhone-Verkäufe in China im wichtigen Weihnachtsquartal angesichts der Heerschar von 700 Millionen potenziellen Kunden noch erkennbar.

290 Millionen Dollar Schadensersatz im Samsung-Prozess zugesprochen

Eine einmalige Bilanzstimulanz stellte zudem ein US-Gericht in Aussicht. Im Marathon-Prozess gegen Samsung wegen Patentverletzungen setzten die Geschworenen für den südkoreanischen Elektronikriesen eine Strafzahlung von 290 Millionen Dollar fest.

Angesichts Quartalsgewinnen von zuletzt 7,5 Milliarden Dollar sind das für den wertvollsten Konzern der Welt eher die viel zitierten "Peanuts", doch der juristische Fingerzeig ist zumindest von psychologischer Bedeutung. Aktionäre schickten die weiter schwächelnde Apple-Aktie, die 2013 immer noch im negativen Terrain notiert, daraufhin um immerhin 6 Dollar auf 521 Dollar nach oben.

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