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Samsung feiert Galaxy Gear als Erfolg

Hosen runter in Seoul: Samsung hat erste Verkaufszahlen seiner Smartwatch Galaxy Gear vorgelegt. 800.000 Exemplare habe der nach Apple zweitwertvollste Verbraucherelektronik-Hersteller der Welt von seiner digitalen Uhr schon abgesetzt, wurde ein Samsung-Manager gestern bei Reuters zitiert. Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap hat eine andere Version der Story: Der vermeintlich hohe Absatz entspräche nur den Auslieferungen an Einzelhändler – verkauft worden wären aber tatsächlich nur 50.000.

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Hosen runter in Seoul: Samsung hat erste Verkaufszahlen seiner Smartwatch Galaxy Gear vorgelegt. 800.000 Exemplare habe der nach Apple zweitwertvollste Verbraucherelektronik-Hersteller der Welt von seiner digitalen Uhr schon abgesetzt, wurde ein Samsung-Manager gestern bei Reuters zitiert. Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap hat eine andere Version der Story: Der vermeintlich hohe Absatz entspräche nur den Auslieferungen an Einzelhändler – verkauft worden wären aber tatsächlich nur 50.000.

Können Kritiker so daneben liegen? "Die Galaxy Gear wird so kaum ein Blockbuster-Produkt werden", erklärte der Business Insider nach der Vorstellung der Smartwatch auf der IFA. Das vermeintliche Problem: Samsung limitiere sich von vornherein selbst, weil die Galaxy Gear zum Start nur mit dem Samsung-Phablet Galaxy Note 3 und dem Tablet Galaxy 10.1 kompatibel war.

Selbst als ein Monat später endlich auch die Kassenschlager Galaxy S3 und S4 mit der neuen Smartwatch synchronisierten, verstummte die Kritik nicht. Im Gegenteil: Samsung selbst goss Öl ins Feuer, als Vizepräsident David Eun gegenüber dem Business Insider erklärte: "Die Galaxy Gear ist ein 1.0-Gerät".

Galaxy Gear: Bereits 800.000 Einheiten in nur zwei Monaten verkauft?

Wie gut verkaufen sich 1.0-Generationen nun? Wer etwa auf die frühen Tage des inzwischen erfolgreichsten Verbraucherelektronikprodukts aller Zeiten zurückblickt, wird sich auch an einen schweren Start erinnern – 72 Tage dauerte es tatsächlich, bis Apple die erste Million iPhones verkaufte.

Legt man die ersten Gehversuche des Apple-Smartphones zugrunde, befindet sich Samsung mit der Galaxy Gear auf Kurs. 800.000 Exemplare will der asiatische Apple-Herausforderer nur binnen der ersten zwei Monate abgesetzt haben, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters gestern einen Samsung-Sprecher. Das wäre eine fast identische Verkaufsentwicklung wie beim iPhone.   

Yonhap: Anlieferung, kein Abverkauf

Entsprechend feierte Samsung die Galaxy Gear, die New York Times-Kritiker David Pogue als "unfertig und frustrierend" bezeichnete, schon als "bestverkaufte Smartwatch der Welt". Wie steht das nun im Verhältnis zum angeblichen Verkaufsflop, von dem in den vergangenen Wochen die Rede war?   

Das Problem: Es scheint eine bemerkenswert große Diskrepanz zwischen den Bilanzierungsmethoden zu bestehen – "sell in" ist nicht gleich "sell through", wie schon Gene Munster bei Apple zu berichten weiß. In anderen Worten: Die 800.000 Einheiten entsprächen der Anlieferung an Einzelhändler, nicht aber dem tatsächlichen Endverkauf, berichtet die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Tatsächlich verkauft worden wären nur 50.000.

Das US-Technologieblog TheVerge berichtet unterdessen, Samsung habe dem Bericht zugestimmt. Demnach bliebe die Galaxy Gear zunächst ein Flop. Doch Smartwatch hin oder her – Samsung bietet Apple immer mehr Paroli. Seit zwei Quartalen in Folge hat der asiatische Elektronikriese nun schon mehr verdient als der wertvollste Konzern der Welt. Zu lange Zeit sollte sich Apple mit der iWatch also nicht mehr lassen…  

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