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PS4 vs. Xbox One: Welche Konsole sich lohnt

Sony hat in den USA seine neue Spielekonsole Playstation 4 herausgebracht. In Deutschland werden Ende November die erste Modelle ausgeliefert. Eine Woche zuvor erscheint die neue Xbox One von Microsoft. Zum anstehenden Weihnachtsgeschäft stehen deswegen viele Eltern vor dem Dilemma: Welche Konsole soll ich für meine Kinder kaufen? Was sind die großen Unterschiede? Worauf muss ich achten? Tatsächlich können beide Geräte mehr als nur Spiele wiedergeben. MEEDIA erklärt, welche Konsole sich für wen lohnt.

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Erst einmal das Wichtigste: Das Argument “Papa, ich MUSS die Konsole unbedingt haben. Sonst kann ich keine Spiele mehr spielen” stimmt nicht! Tatsächlich beschränkt sich die Zahl der Exklusivtitel auf ein Minimum, viele Spiele kommen mit Verspätung in den Handel. Gerade zum Start der Playstation 4 müssen sich Gamer mit Action-Adventures wie “Knack” begnügen. Hinzu kommt, dass Bestseller wie "Battlefield 4", "Call of Duty: Ghosts" und "Assassin’s Creed 4: Black Flag" für beide Konsolen erscheinen. Auch Sportspiele, wie das beliebte "Fifa 14" sind für Playstation und Xbox erhältlich. Bei den Exklusiv-Titeln treten mit ordentlich Verspätung "Killzone Shadow Fall" gegen "Dead Rising 3" und "Driveclub" gegen "Forza Motorsport 5" an. Doch auch Anfang 2014 sollen weiterhin noch Spiele auf den Markt kommen, die sowohl auf den neuen als auch den alten Spielekonsolen laufen. Dass die noch genug Leistung auf die Straße bringen, belegen PS3 und Xbox 360 momentan mit "GTA V" oder "Battlefield 4".
Die Playstation bietet künftig außerdem Unterstützung für Sonys mobile Spielekonsole PS Vita an. Die überzeugt zwar mit guter Grafik, dennoch fehlte es an ausreichend guten Titeln, um dem System zum Erfolg zu verhelfen. Im Verbund mit der PS4 soll es möglich sein, die Games von der großen Konsole auch auf dem kleinen Bildschirm unterwegs zu spielen. Allerdings hat Sony vor Kurzem erklärt, dass das Spielerlebnis nicht wirklich to-go sei, wie man es zuvor in TV-Clips beworben hatte. Denn bislang empfiehlt der Konzern, dass sich PS4 und PS Vita im selben WLAN befinden. Das bedeutet: Das Game ab dem Speicherpunkt von gestern Abend am nächsten Morgen im Zug weiterdaddeln funktioniert (noch) nicht.
Playstation hat mehr Grafikpower
Aber bringen die Xbox One und die Playstation 4 auch tatsächlich so viel mehr Leistung mit, dass sich der Umstieg lohnen würde? Auf jeden Fall. Die Tester sind sich einig. Auf dem Papier und in ersten Tech-Demos verfügt die Sony-Konsole über mehr Power. Mitunter ist die Rede von bis zu 50 Prozent weniger Grafikleistung bei der XBox One. Das sorgt in Games für weniger Details. Die wiederum dämpfen den Spielspaß. Während die PS4 auch über einen schnelleren Arbeitsspeicher verfügt, bieten beide Konsolen 500 Gigabyte Speicherplatz an. Während Microsoft zusätzlich Zugriff zur Cloud gewährt, erlaubt Sony den Einbau einer schnelleren SSD. Kurzum: Wer momentan mehr Wert auf das Gaming legt, der sollte zur PS4 greifen.
Allerdings weiß Microsoft noch mit anderen Features zu punkten: Im Stil von Windows 8 verfügt auch die Benutzeroberfläche der kommenden Xbox über das typische Kacheldesign. Dabei haben die Redmonder die Bewegungs-Erkennung Kinect stärker in das System integriert. Die Kamera erkennt automatisch, welcher User sich im Raum befindet und lädt dessen Einstellungen auf den Homescreen. Um etwa vom Spiel in den Browser zu wechseln, genügt ein Sprachbefehl. Auf diese Weise lässt sich auch ein Skype-Anruf starten, bei dem die Kamera automatisch der Person im Raum folgt. Wechselt der Nutzer wieder ins Spiel, startet er genau dort, wo er angefangen hat. In den USA ist es außerdem möglich, die Xbox One direkt mit der Kabel-TV-Box zu koppeln. In Deutschland ist das noch nicht möglich, eine Kooperation mit Sky soll aber schon in Arbeit sein. Damit fehlt der Microsoft-Konsole hier noch ein wichtiges Asset, um eine vollausgereifte Entertainment-Plattform zu sein.
Wer nicht zu viel zahlen will, muss sich beeilen
Ist die Konsole erst einmal im Wohnzimmer, war das nicht die letzte Investition. Denn schließlich will das Biest auch mit Inhalten gefüttert werden. Hier tappte Microsoft vor einigen Monaten erst einmal gehörig ins Fettnäpfchen. Der Konzern hatte angekündigt, dass seine Konsole eine permanente Internetverbindung erfordere und außerdem das Spielen von gebrauchten Games nicht erlaubt sei. Diese seien an die Accounts der Nutzer gebunden. Nachdem Sony erklärte, bei ihrer Konsole gebe es weder einen Onlinezwang noch ein Gebrauchtspieleverbot, ruderte Microsoft zurück. So ist es künftig auf beiden Konsolen möglich, auch gebrauchte Spiele zu installieren. Das schont den Geldbeutel.
“Aber welche Konsole soll ich denn jetzt kaufen”, werden Sie sich jetzt vermutlich fragen. Die Frage sollte aber eher lauten: Welche Konsole, insofern Sie nicht vorbestellt haben, können Sie überhaupt kaufen. Denn wer erst in den vergangenen Tagen oder Wochen die PS4 oder Xbox One bei Amazon geordert hat, muss sich jetzt schon bis ins neue Jahr gedulden, bevor er die neue Konsole auspacken darf. Wer dem Nachwuchs dennoch eine Next-Gen-Konsole unter den Weihnachtsbaum stellen mag, muss wahrscheinlich höhere Preise bei Ebay zahlen. Zwar kostet die Playstation 4 eigentlich nur 399 Euro. Auf der Auktionsplattform bieten Nutzer teilweise schon bis zu 500 Euro für die Konsole. Auch für die Xbox One, regulär mit 499 Euro bepreist, bieten Nutzer schon weit über 500 Euro. Wer also noch zu Normalpreisen eine neue Konsole ergattern will, muss darauf hoffen, dass der Einzelhandel genug Exemplare vorrätig hat.
Fazit: Gamer kommen der Playstation auf ihre Kosten. Wer mehr Wert auf Entertainment legt, eine Sprachsteuerung bevorzugt und mit seinen Kindern auch gerne einmal eines der typischen Kinect-Spiele daddelt, wird mit der Xbox One zufrieden sein. Absolute Spielekracher liefern beide Konsolen zum Start nicht. Hinzu kommt, dass sich derzeit etliche Nutzer darüber beklagen, dass ihre Konsolen nicht funktionieren. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die erste Generation neuer Spielekonsolen noch reichlich fehlerbehaftet sind. Wer also keine Mondpreise auf Ebay und Co. zahlen und außerdem eine stabilere Version verschenken will, wartet noch ein paar Monate und vertröstet seine Kinder mit einem Gutschein für die neue Konsolengeneration.

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