Kein Einbruch: die tapfere Twitter-Aktie

Robuste Performance nach dem Monster-IPO: Auch nach Kurszuwächsen von fast 100 Prozent hält sich die Verkaufsbereitschaft von glücklichen Zeichnern ziemlich in Grenzen – die Twitter-Aktie ging in der vergangenen Woche nicht in den freien Fall über und hält sich weiter wacker über der 40-Dollar-Marke. Analysten haben unterdessen nach dem IPO ihre Berichterstattung aufgenommen, sind sich aber sehr uneins über den fairen Wert des boomenden Social Networks.

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Robuste Performance nach dem Monster-IPO: Auch nach Kurszuwächsen von fast 100 Prozent hält sich die Verkaufsbereitschaft von glücklichen Zeichnern ziemlich in Grenzen – die Twitter-Aktie ging in der vergangenen Woche nicht in den freien Fall über und hält sich weiter wacker über der 40-Dollar-Marke. Analysten haben unterdessen nach dem IPO ihre Berichterstattung aufgenommen, sind sich aber sehr uneins über den fairen Wert des boomenden Social Networks.

Das böse Erwachen blieb aus. Eine große Verkaufswelle, wie sie Facebook nach dem missglückten Börsengang im vergangenen Jahr erlebt hatte, ist dem 140-Zeichen-Dienst Twitter nach seinem IPO erspart geblieben.

Dabei hätten glückliche Anleger, die bei der Zuteilung der Aktien zum Zuge kamen, durchaus Anlass gehabt, Kasse zu machen. Um enorme 92 Prozent schossen die Anteilsscheine von Twitter am vorvergangenen Donnerstag kurz nach der Erstnotiz in die Höhe. Nach einem Ausgabekurs von 26 Dollar beendete Twitter bei stolzen 45 Dollar den ersten Handelstag.

Höchstes Kursziel bei 54 Dollar

Ziemlich in dieser Nähe ging der 140-Zeichen-Dienst dann auch eine Woche später aus dem Handel. 44 Dollar leuchteten am Freitag an der NYSE nach Handelsschluss am Ende einer turbulenten ersten Börsenwoche auf, in der Twitter-Aktien kurzfristig die 40-Dollarmarke verloren, aber dann doch sehr schnell zurückerobert hatten.

Die Twitter-Aktie bleibt also auch nach dem gelungenen Börsengang begehrt. Maßgeblichen Anteil daran hat nicht zuletzt die Wall Street selbst, die den Höhenflug auf ihre ganz eigene Weise befeuert – mit ersten Analysteneinschätzungen. Da ist etwa die Investmentbank Topeka Capital, die ein Jahresendkursziel von 54 Dollar herausgegeben hat – die mit Abstand höchste Prognose.  

Wall Street sehr unentschlossen

Nicht wirklich viel mehr Potenzial zu den aktuellen Kursen sehen unterdessen der Vermögensverwalter Baird und die Schweizer Investmentbank UBS, die den 140-Zeichen-Dienst mit Kurszielen von 48 bis 45 Dollar versehen und beide ihre Analyse mit einer neutralen Einschätzung starten.

Doch es gibt auch Mahner. Die Vermögensverwalter von Susquehanna etwa, die auch in der vergangenen Woche ihre Berichterstattung aufgenommen haben, gaben zwar ebenfalls eine neutrale Empfehlung heraus, sehen den fairen Wert aber tatsächlich nur bei 38 Dollar.

Doch es gibt noch weitaus skeptischere Einschätzungen: Pivotal Research und Hudson Square geben gar Verkaufsempfehlungen mit Kurszielen von 30 bzw. nur 20 Dollar heraus! Die letzte Worte über den fairen Wert des boomenden, aber chronisch defizitären Social Networks ist also noch lange nicht gesprochen.     

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