Hans Sarpei: der Chuck Norris des Web im TV

Aus den Fußballstadien ins Internet und dann doch wieder back to the roots: Ex-Fußballprofi und Social-Media-Experte Hans Sarpei, der gerne als "Chuck Norris des Social Web" bezeichnet wird, steht wieder auf dem Amateur-Rasen. Nicht aber um dort seine Karriere auslaufen zu lassen. Im Gegenteil: Für Tele 5 soll der Platzhirsch Amateurmannschaften beim Training helfen. Im MEEDIA-Interview verrät er, was er in der Sendung vorhat - und wieso "T steht für Coach" nicht fürs Netz produziert wurde.

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Ab kommenden Sonntag sind Sie in "Hans Sarpei – das T steht für Coach" bei Tele 5 zu sehen. Zu allererst: Was hat es mit dem "T" auf sich?
Ich bin, wie viele bereits wissen, viel im Internet, vor allem auf Facebook, unterwegs. Der Slogan hat mit einem Spruch, der auf Chuck Norris basiert, zu tun: Hans Sarpei – das L steht für Gefahr. Daraus haben wir einfach "das T steht für Coach" gemacht. 
Welche Idee steckt denn hinter Ihrem Format?
Es geht darum, auch mal Amateurfußball ein Forum zu geben. Immerhin liegt hier auch der Grundstein für den Profi-Fußball. In der Sendung unterstütze ich die Jungs, die mich in meiner Karriere angefeuert haben und mich oder auch meine Vereine unterstützt haben. Auf die Art und Weise kann ich ein bisschen von dem zurückgeben. Amateure nehmen für den Sport viel auf sich und investieren viel Freizeit.

Welche Rolle spielen Sie dabei?
Die Amateure konnten sich im Voraus bei uns bewerben. Wir haben fünf Mannschaften ausgesucht, zu denen ich fahre und gemeinsam mit ihnen trainiere. Wir versuchen herauszufinden, welche Stärken und Schwächen die Mannschaften haben und arbeiten daran, sie vielleicht etwas besser zu machen. Ich versuche eigentlich jedem Spieler ein Stück weit etwas mitzugeben. Es ist klar, dass man innerhalb dieser einen Woche nicht aus jedem einen Messi machen kann. Aber man kann durchaus versuchen, den Spielern und auch dem Trainer Tipps für die Zukunft zu geben. Außerdem will ich auch dabei helfen, die Leute in diesen Dörfern, in denen wir trainieren, wieder für Ihren Heimat-Club zu begeistern, so dass sie auch öfter zum Sportplatz kommen, um sich die Spiele der Jungs anzuschauen. 
Im Netz haben Sie bereits einen hohen Bekanntheitsgrad, Sie gelten außerdem als Social-Media-Experte. Sie hätten so ein Format auch einfach für YouTube oder andere Portale produzieren können. Was reizt Sie am Fernsehen?
Naja, die Produktionsfirma und Tele5 sind halt zuerst mit der Idee auf mich zugekommen und da hab ich zugesagt, weil es ein spannendes Projekt ist und weil ich mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt komme. Des Weiteren ist Fernsehen immer noch das Bewegtbildmedium Nummer 1 und für mich Neuland, was ich gerne betreten wollte. Außerdem wird einiges von „Hans Sarpei – Das T steht für Coach“ auf YouTube zusehen sein.
Sie waren lange selbst Profi-Kicker. Wie haben Sie sich auf die Rolle des Trainers oder des Mannschafts-Beraters für Amateure vorbereitet?
Ich habe gerade meine Trainer-B-Lizenz gemacht und trainiere auch schon eine Mannschaft. Ich denke, das ist eine gute Vorbereitung nach den vielen Jahren als Profi-Spieler und ich bin mir sicher, wie man als Trainer arbeiten muss, um den Jungs was mit auf den Weg zu geben. 

Die hätten Sie aber so oder so gemacht – oder speziell für Ihre Sendung?
Nein, nein. Die hätte ich so oder so gemacht. Aber die Spieler erwarten natürlich einiges von mir. Da wird die Fortbildung sicher einige Vorteile mit sich bringen. Ansonsten ist es die Leidenschaft durch die der Fußball, und sicher auch die Sendung, leben.

Wie sieht denn ein Training mit Hans Sarpei aus?
Ganz einfach: Es gibt kein typisches Training. Ich versuche in dieser einen Woche herauszufinden, was den Spielern fehlt. Wir arbeiten sehr individuell. 
Was passiert, wenn die Woche mit den Mannschaften vorüber ist?
Wir bereiten uns auf ein normales Meisterschaftsspiel am Ende der Woche vor, bei dem ich die Mannschaft auch vom Spielfeldrand coache – Ziel ist natürlich zu gewinnen, ganz klar. 
 
Drei von fünf Folgen haben Sie zum Start der Staffel abgedreht. Was ist ihr persönliches Fazit?
Ich bin mit relativ geringen Erwartungen an die Sache herangegangen, weil der Spaß im Vordergrund steht. Ich denke, dass nicht nur mir, sondern auch den Teams die Trainings Spaß gemacht haben und dass sie sich an einiges auch noch in Zukunft erinnern werden. 

Wie steht es um den Respekt der Spieler, wenn ein Ex-Profi vor ihnen steht und gegebenenfalls mit ihnen gemeinsam kickt?
Natürlich besteht ein gewisser Respekt – den habe ich vor den Teams aber auch. Trotz alle dem ist das Verhältnis locker. Es wird sich auch viel unterhalten. 

Jetzt im Moment stehen Sie mit Amateur-Mannschaften auf dem Platz. Wann trainieren Sie das erste Profi-Team?
Die B-Lizenz habe ich ja schon. Am DFB-Stützpunkt in Köln trainiere ich bereits die U14-Mannschaft. Wir werden sehen, wo es hingeht. 
Ab kommenden Jahr werden Sie erst mal in einer zweiten Staffel bei Tele 5 zu sehen sein. Für interessierte Mannschaften: Was braucht eine Mannschaft, damit Hans Sarpei zum Training kommt – oder was muss fehlen?
In jedem Fall müssen sich die Mannschaften schriftlich bewerben. Wenn sie ein Video beifügen, in dem sie ihren Verein vorstellen und ein bisschen etwas von ihrem Training zeigen, ist es natürlich umso besser für uns. Die Mannschaften müssen natürlich keinen sensationellen Fußball spielen können. Grundvoraussetzungen sollten aber schon vorhanden sein.

"Hans Sarpei – das T steht für Coach läuft ab Sonntag, 17. November, um 18.15 Uhr bei Tele 5.

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