Anzeige

Kachelmanns wirre Wulff-Tirade

Das musste ja so kommen! Wetterexperte Jörg Kachelmann kündigte bei Twitter einen Text anlässlich des heute begonnenen Prozesses gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff an. Der vermeintliche Wulff-Kommentar entpuppte sich dann aber als eher wirre Tirade zu Kachelmanns Lieblingsthema Journalisten- und Medien-Beschimpfung. Samt einigen Bonus-Meinungen von Kachelmann zu den Themen Wetterkatastrophen und später Schwangerschaft.

Anzeige

“Ein kleines Textchen auch anlaesslich des heutigen Tages zum Thema #Wulff” – So kündigte Wetterexperte Jörg Kachelmann bei Twitter seine aktuelle Einlassung zu den Themen Journalismus, Wetter und Schwangerschaften an. Seit Kachelmann im Zusammenhang mit dem spektakulären Vergewaltigungsprozess gegen ihn, der mit einem Freispruch für ihn endete, schlechte Erfahrungen mit Medien gemacht hat, giftet er unter dem Hashtag #vollpfostenjournalismus vor allem bei Twitter mit Inbrunst gegen Medien und Journalisten.

Kachelmann: “Wir haben das beim Leistungsschutzgesetz gesehen, wo der Springer-Stiefeljournalismus schon mal getestet hat, was man mit einem deutschen Parlament so machen kann. Solche Fingerübungen der Verleger, die eigene Kampagnentauglichkeit zu prüfen, scheinen laufend zu passieren – ob es darum geht, Wulff oder Hoeneß (oder weniger wichtige Menschen) zur Strecke zu bringen, bevor ein deutsches Gericht über Recht oder Unrecht befunden hat – noch nie war in den deutschen Medien so viel Meinung und so wenig Berichterstattung.”

In diesem Stil geht es weiter: Kommentarrubriken seien “lächerlich”, Artikel “meinungstriefend”, das Publikum lasse “die schmierige Fernseh-Präpotenz der Jauchs und Jörges des Landes über sich ergehen”, die Friede sei “fies” und Burda der “kleinste anzunehmende Ehrensenator”. Bei Burda und Springer angestellte Journalisten seien “Kläfferkollektive” und vom Wetter hätten sie auch keine Ahnung. Zitat: “Die Zeitungen versuchen uns immer zu erzählen, dass eine Windgeschwindigkeit von 200 km/h eine tödliche Angelegenheit wäre – nicht ohne, dass das Chefredakteurchen post festum mit eben dieser Geschwindigkeit sein Cabrio über die Autobahn steuert und vortrefflich ueberlebt.”

Dann räsoniert Kachelmann noch ohne erkennbaren inhaltliche Überleitung darüber, warum in den Medien nicht thematisiert werde, dass Schwangerschaften bei Frauen ab 35 extrem selten sind. Anlass ist offenbar eine Meldung, dass Jenny Elvers noch mit 41 ein Baby plant. Damit wäre Jenny Elvers also auch mit drin im großen Kachelmann-Medien-Rundumschlag. Für Jörg Kachelmann bedeutet das wohl: Mission erfüllt in Sachen #vollpfostenjournalismus-Bashing. Bis zum nächsten Mal.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige