Burdas Rundum-Versorgung für Bill Gates

Bill Gates ist in Berlin, seine Reise wurde aber quasi von Burda in München mitgeplant. Anlass für den Besuch des Microsoft-Mitgründers in der deutschen Hauptstadt ist nämlich die Bambi-Verleihung am Donnerstagabend. Gates und seine Frau Melinda bekommen das güldene Kitz für ihr gesellschaftliches Engagement. Wenige Stunden zuvor ließ sich der Milliardär von HuffingtonPost-Kopf Cherno Jobatey interviewen. Und am Abend zuvor richtete Hubert Burda ein Dinner für den Amerikaner aus.

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Einige Fotos vom Dinner postete Hubert Burda bzw. einer seiner Mitarbeiter am Donnerstag auf Facebook. Im kleinen Kreis trafen sich dort u.a. der Verleger und seine Frau Maria Furtwängler, US-Botschafter John B. Emerson, die CDU-Politikerin und mögliche kommende Außenministerin Ursula von der Leyen sowie – bemerkenswerterweise – der Unternehmer Lars Windhorst. Der durch diverse Pleiten offenbar gestählte Windhorst scheint wieder gut im Geschäft, das Handelsblatt nannte ihn 2008 einmal den "deutschen Bill Gates". Was dann ja wieder erklärt, wie es zu dieser Besetzung gekommen sein könnte.
In der Berliner Dependance der E-Plus-Gruppe befragte Cherno Jobatey, der in den Diensten der deutschen Huffington Post steht, die wiederum von der Burda-Tochter Tomorrow Focus AG finanziert wird, am Donnerstagmittag den Microsoft-Gründer. Über sein altes Leben als Unternehmer ging es nur am Rande – Gates kümmert sich bekanntlich mit seiner Frau um seine Stiftung. Die arbeitet für die Verbesserung der Lebensqualität in den ärmsten Regionen der Welt. Jeder müsse seine Kriterien für "Erfolg" selber definieren, sagte Gates unter anderem. Geld ist es bei ihm heute nicht mehr, was ihn antreibt – davon hat er genug.
Schließlich war in dieser Woche auf der deutschen HuffPost ein Blog-Beitrag von Gates‘ Ehefrau Melinda zu lesen. Der allerdings in deutscher Übersetzung von der US-Seite übernommen wurde. Zum ganz großen Zirkelschluss kam es in dem Beitrag dann doch nicht. Zwei Reiseziele habe sie diese Woche, schrieb Frau Gates. Eine Konferenz zum Thema Familienplanung in Äthiopien sowie eine Preisverleihung. Gemeint war aber nicht die Bambi-Show in Berlin, sondern die Auszeichnung als eine "Women of the Year" der Zeitschrift Glamour in New York. 

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