Werbemarkt: Positive Signale im Oktober

Marketing Die Brutto-Werbeumsätze der deutschen Medien haben sich im Oktober laut neuester Nielsen-Zahlen durchaus positiv entwickelt. Mit 2,715 Mrd. Euro liegen sie rund 3,7% über dem Vorjahresmonat, im Gesamtjahr erhöht sich das Plus nun auf immerhin 1,2%. Interessant: Sogar die Print-Medien setzten im Oktober etwas mehr Geld mit Werbung um als ein Jahr zuvor: Die leichten Verluste der Zeitungen glichen die Publikumszeitschriften mehr als aus. Besonders deutlich nach oben ging es aber für das Fernsehen.

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2,715 Mrd. Euro setzten die von Nielsen erfassten Medien im Oktober brutto mit Werbung um, ein Jahr zuvor waren es noch 2,619 Mrd. Ein Plus von 3,7%, das den Gesamtjahres-Zuwachs nun auf 1,2% steigert. Aus 20,844 Mrd. Euro in den ersten zehn Monaten 2012 wurden 2013 so 21,086 Mrd.

Der Blick auf die einzelnen Mediensegmente zeigt, das vor allem das Fernsehen ein großer Gewinner des Monats war: Aus 1,245 Mrd. Euro im Oktober 2012 wurden diesmal 1,321 Mrd. – ein Plus von 6,1% bzw. 76 Mio. Euro. Ein Wachstum verzeichneten im Oktober auch das Internet (+1,8% auf 280 Mio.), die Out-of-Home-Werbung (+10,0% auf 131 Mio.), das Radio (+3,3 auf 157 Mio.) und die Publikumszeitschriften, die um 2,7% auf 347 Mio. Euro wuchsen.

Nach unten ging es hingegen für die Fachzeitschriften (-9% auf 34 Mio.), die Kinowerbung (-33% auf 8 Mio.) und die Zeitungen, deren Minus von 0,5% auf 438 Mio. Euro allerdings ebenfalls ein positives Zeichen ist, da es klar unter den Normalwerten der vergangenen Monate liegt. Für das Gesamtjahr beträgt das Minus der Zeitungen weiterhin heftige 9,1%, die Publikumszeitschriften verbessern sich auf -1,0%, am deutlichsten im Plus liegen prozentual gesehen die Out-of-Home-Werbung und das Fernsehen:

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Mediensegmente und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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