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Wie Bild mit einem Kranken zum Sterben fuhr

Wohl selten kommen Journalisten dem Tod so nah. Gernot Fahl hat im Alter von 69 Jahren entschieden, seinem Leben ein Ende zu setzen. Der Krebskranke ließ sich von seinem besten Freund in die Schweiz fahren, um die in Deutschland verbotene Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Journalisten der Bild-Zeitung durften seine letzte Reise begleiten und haben die Geschichte zu diesem kontroversen Thema beeindruckend in einem Crossmedia-Projekt aufgearbeitet.

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Rund zwei Wochen ist es her, dass die Journalisten mit Video- und Fotokamera die letzte und zugleich beschwerliche Reise des Gernot Fahl begleitet haben. Nachdem sie über den Weg in die Schweiz, wo sich der Rentner durch ein Gift-Getränk von seinen Qualen befreien sollte, bereits aktuell berichtet haben, nahmen sie seine Geschichte nun zum Anlass, das immer wieder kontrovers diskutierte Thema Sterbehilfe aufzurollen.  
In "Die letzte Reise des Gernot Fahl", dessen Leben und sein letzter Weg durch Texte, Bilderreihen und Videoaufzeichnungen erlebbar gemacht werden, greifen die Reporter Hintergrundinformationen zu seiner Krankheit Lymphkrebs ebenso auf, wie die Diskussion rund um das Thema Sterbehilfe. An entsprechenden Stellen fließen Infokästen, wie beispielsweise Interviews mit Befürwortern und Gegnern der Sterbehilfe, in den Verlauf mit ein. Ebenso werden Ansichten der Kirche oder Stellungnahmen von Ärzten wiedergegeben, wie auch Videos eingespielt, die Fahls Krankheitsbild erklären.
In einem abschließenden Story-Baustein erklären die verantwortlichen Redakteure in Autorenvideos, wie es zur Geschichte um Gernot Fahl gekommen ist. Wie Bild-Reporterin Anna Steinbach erklärt, war es Fahls bester Freund (der ihn auch in die Schweiz begleitete), der die Journalisten über Fahl und seinen letzten Willen informierte. Es war Fahls Wunsch, sich von der Öffentlichkeit begleiten zu lassen, um der Diskussion um dieses Tabu wieder neuen Stoff zu geben.
Den Redakteuren ist es gelungen, einer ohnehin schon bewegenden Geschichte ein Storytelling zu verpassen, das die Kontroversen der Sterbehilfe deutlich macht und zum Nachdenken anregt. Es wäre verwunderlich, wenn der letzte Ruf dieses Mannes nicht noch für Nachhall sorgen würde. 

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