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So blamierte Sonneborn die Deutsche Bank

Und es kommt doch auf den Sender an: Im Oktober lief in der ZDFneo-Sendung „Sonneborn rettet die Welt“ ein Interview des Satirikers Martin Sonneborn mit einem Mitarbeiter der Deutschen Bank. Das Gespräch mit einem Bank-Angehörigen ist bestes Anschauungsmaterial in Sachen Fremdschämen. Trotzdem sorgte das Stück für keine große Welle. Das änderte sich schlagartig, als am Freitag die „heute show“ im ZDF-Hauptprogramm den Clip einfach recycelte. Seitdem lacht Deutschland über die Deutsche Bank.

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Via E-Mail hatte die Redaktion von „Sonneborn rettet die Welt“ um ein Interview mit der Bank zur Finanzkrise und Hedgefonds gebeten. Die Kommunikationsabteilung des Kreditinstitutes willigte unter der Bedingung ein, die Fragen und Antworten bereits vorzuformulieren. Ein gefundenes Fressen für den ehemaligen Titanic-Chefredakteur. Sonneborn fuhr nach Frankfurt und ging vor laufenden Kameras mit dem Deutsche-Bank-Mann, Stefan Georgi, die Fragen und Antworten durch. Aus dem Entstehungprozess des gefakten Interviews wurde dann der TV-Bericht.

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Die Folge: Die Deutsche Bank macht einen wirklich grenzenlos naiven Eindruck. Der Umgang mit der Presse ist höchst dilettantisch. Zur Ehrenrettung der Kommunikationsabteilung sei angemerkt, dass die Frankfurter nicht wussten, dass der angekündigte ZDF-Reporter ausgerechnet Martin Sonneborn ist, der zum Interview in den Deutsche-Bank-Tower anreiste. Man hätte ihn aber vor Ort durchaus erkennen können, bzw. merken, dass hier etwas ganz und gar aus dem Ruder läuft.

Neben dem für die Bank peinlichen Beitrag ist es aber auch interessant zu beobachten, welchen Einfluss mittlerweile die „heute show“ hat. Im Spartensender ZDFneo versendete sich das Interview. In der Satire-Sendung des Mutterhauses entwickelte der Film dagegen sofort virale PR-Sprengkraft.

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