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Marissa Mayers fieses Entlassungs-Tool

Riesen-Ärger bei Yahoo: Führungskräfte und Angestellte regen sich über ein internes Verfahren zur Mitarbeiterbeurteilung auf, die so genannten “Quarterly Performance Reviews”. Dabei werden Führungskräfte genötigt, Mitarbeiter in Leistungs-Kategorien einzusortieren. Fies: angeblich muss dabei immer ein Prozentsatz so genannte Minderleister benannt werden, ganz egal ob es sie gibt oder nicht. Yahoo-Chefin Marissa Mayer musste sich dafür in einer Sitzung rechtfertigen, wie All Things D berichtet.

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Bei den Quarterly Performance Reviews geht es um die umstrittene Management-Methode der so genannten “Forced Rankings”. Dabei werden Führungskräfte genötigt, einen bestimmten Prozentsatz ihrer Mitarbeiter in vorgegebene Leistung-Kategorien einzusortieren – ganz egal, ob sie eine solche Einteilung befürworten oder nicht. Beispiel: Wäre ein leitender Angestellter mit allen Mitarbeitern seiner Abteilung zufrieden, müsste er trotzdem den vorgegebenen Prozentsatz “Minderleister” angeben. In der Theorie soll dadurch verhindert werden, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter zu positiv bewerten.

Die Methode des “Forced Rankings” ist hoch umstritten, weil sie die Motivation gefährdet und auch die Gefahr birgt, dass gute Mitarbeiter der Methode zum Opfer fallen und gefeuert werden. Bei Yahoo sehen die Kategorien für Mitarbeiter laut “All Things D” folgendermaßen aus: Greatly Exceeds (10 percent), Exceeds (25 percent), Achieves (50 percent), Occasionally Misses (10 percent) and Misses (five percent). Die letzten beiden Kategorien “Ausfälle” und “gelegentliche Ausfälle” können im schlimmsten Fall zu Kündigungen führen.

Laut All Things D beklagen sich viele Führungskräfte in anonymen internen Foren bei Yahoo über dieses Vorgehen. Marissa Mayer hat zwar erklärt, die Quarterly Performance Reviews würden nicht auf Forced Rankings basieren, ihre Angestellten beschreiben aber genau das. Angeblich wurden auf Basis dieser Reviews in den vergangenen Wochen bei Yahoo an die 600 Mitarbeiter abgebaut. Insgesamt steigt zwar die Zahl der Yahoo-Mitarbeiter – allerdings vor allem weil andere Firmen aufgekauft werden.

Mayer geriet in der Vergangenheit schon einmal wegen ihres Führungsstils in die Kritik, als sie sämtliche Heimarbeiter von Yahoo anwies, in die Zentrale einzurücken oder ihren Hut zu nehmen. Später wurden sogar Vorwürfe laut, auf ihre Anweisung hin seien Heimarbeiter bespitzelt worden.

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