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Bremer Fernsehpreis 2013: WDR zweimal ausgezeichnet

Sechs Programme der Öffentlich-Rechtlichen sind am Freitag mit dem Bremer Fernsehpreis 2013 ausgezeichnet worden. Damit kürte die Jury Frank Plasberg, Peter Fritz (ORF), Hans Helmich (DW), Gabriele von Moltke (rbb) und Birgitta Weber (SWR) besondere Leistungen im Regionalfernsehen.

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Zwei ehrende Anerkennungen in der Kategorie "Ganze Sendung" gab es für:
– "zibb – Zuhause in Berlin und Brandenburg" vom 17. Juni 2013 (rbb). Die Begründung der Jury: "Fernsehzuschauer von Berlin-Mitte bis Schwedt an der Oder zu unterhalten, ist schwer. Da kommt es auf die Themenmischung an. Und die stimmt bei zibb, dem Regionalmagazin für Berlin und Brandenburg. Mit einem Rückblick auf den 17. Juni 1953 und einem Ausblick auf den Hauptstadt-Besuch Obamas weckt die Sendung das Heimatgefühl der Zuschauer, ohne sich bei ihnen anzubiedern."
 
– "WDR aktuell" 12:45 Uhr vom 20. Dezember 2012 (WDR). Die Begründung der Jury: "Es muss schnell gehen für Fernsehmacher, wenn man mit einer Nachrichtensendung bereits mittags auf Sendung muss. Da muss nicht alles glänzen – heißt es. Doch der WDR legt trotz des Zeitdrucks einen souveränen Auftritt hin. WDR aktuell besticht durch abwechslungsreiche Themen. Beeindruckend ist aber auch die klare, zuschauernahe Sprache der Moderatorin, die genauso wie die Autoren der Beiträge nie ins Agenturdeutsch verfällt." 
In der Kategorie "Einzelner Beitrag" ist der Preisträger:
– "buten un binnen": "1000 Meisterwerke: Hölzerne Stelen" vom 4. April 2013 (Radio Bremen), Autor: Dirk Blumenthal. Die Begründung der Jury: "Jubel, aber auch Zorn hat der Beitrag bei der Jury hervorgerufen – und sicherlich auch beim Zuschauer. Das ist selten und schon deshalb preiswürdig! Erst scheint es, als wolle uns der Autor auf den Arm nehmen. Vorgeführt werden sollen aber diejenigen, die uns von oben herab erklären, was Kunst ist. Autor und Kameramann persiflieren auf geniale Weise die Sprache der Feuilletonisten. Dabei ergänzen sich Bild und Text perfekt: Die Kamera liefert scheinbar unbedeutende Details, die der Autor satirisch überhöht."
Der Preis in der Kategorie "Bestes Interview" geht an:

– "Aktuelle Stunde": "5 Minuten mit … Jean Claude Juncker" vom 7. August 2012 (WDR). Die Begründung: "Die Redaktion der Aktuellen Stunde reist zusammen mit ihrer Moderatorin nach Luxemburg und zeigt den Politiker von einer ganz neuen Seite. "Das ist eine ganz unmögliche Frage", antwortet der Premierminister seiner Interviewpartnerin und bringt damit die Qualität des Gesprächs auf den Punkt: Weil die Fragen originell sind, sind auch die Antworten informativ. Wann erfährt man schon einmal etwas über die Verhandlungstaktik eines der mächtigsten Politiker Europas? Der technische Aufwand des WDR ist enorm, aber gerechtfertigt: Jeder entlarvende Gesichtsausdruck, jede Geste wird eingefangen." 
Für die "Beste crossmediale Innovation" wurde geehrt:
– "Sachsen-Anhalt heute" vom 9. November 2012 (MDR). Die Begründung der Jury: "Auf die Idee muss man erst Mal kommen: Mit dem Medium der Zukunft in die Vergangenheit schauen! Der MDR ruft dazu auf, den 9. November 1989 per Twitter zu erleben. Einige der User schlüpfen in die Rolle historischer Protagonisten, die anderen kommentieren die Ereignisse rund um den Mauerfall. Die Macher der Aktion tun so, als habe es vor 23 Jahren bereits Handys gegeben. Der Effekt: Junge Leute erleben die Geschichte ihrer Region, die sie sonst nur aus Büchern kennen." 
Außerdem kürte die Jury ein Sonderformat mit einer ehrenden Anerkennung:
"Tag der Norddeutschen" vom 10. November 2012 (NDR mit Radio Bremen). Die Begründung der Jury: "24 Stunden berichtet der Sender über das Leben von Menschen aus den unterschiedlichsten Orten und Schichten. Wir erfahren, warum ein Bauer seine Kühe abgöttisch liebt, aber auch, dass nicht jeder Italiener so gut singt wie Pavarotti – auch nicht der Automechaniker mit Italo-Brille. Der Sender ermöglicht uns einen Blick durchs Schlüsselloch in Welten, die uns sonst verborgen bleiben" 

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