Twitter hebt Ausgabekurs deutlich an

Also doch: Twitter-Aktien kosten beim Gang an die Börse doch mehr als ursprünglich taxiert. Aufschläge von in der Spitze 50 Prozent könnte der 140-Zeichen-Dienst am Ende kassieren, wenn er Donnerstag den Handel an der NYSE aufnimmt – nach 17 bis 20 Dollar hat Twitter seinen Ausgabekurs nun auf 23 bis 25 Dollar angehoben. Am oberen Ende der Handelsspanne wäre Twitter damit bereits 14 Milliarden Dollar wert. Wegen der großen Nachfrage wird die Zeichnung der Aktien bereits heute geschlossen.

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Also doch: Twitter-Aktien kosten beim Gang an die Börse doch mehr als ursprünglich taxiert. Aufschläge von in der Spitze 50 Prozent könnte der 140-Zeichen-Dienst am Ende kassieren, wenn er Donnerstag den Handel an der NYSE aufnimmt – nach 17 bis 20 Dollar hat Twitter seinen Ausgabekurs nun auf 23 bis 25 Dollar angehoben.  Am oberen Ende der Handelsspanne wäre Twitter damit bereits 14 Milliarden Dollar wert. Wegen der großen Nachfrage wird die Zeichnung der Aktien bereits heute geschlossen.     

Die alten Reflexe greifen einmal mehr: Nachfrage treibt die Kurse. Obwohl Twitter die sogenannte Bookbuildingspanne seines IPO zunächst moderat gepreist hatte, um ein Fiasko wie bei Facebook zu vermeiden, scheint sich am Ende nun doch die Gier durchzusetzen.

Statt 17 bis 20 Dollar, die der 140 Zeichen-Dienst ursprünglich auf der Roadshow vor Investoren als Köder ausgegeben hatte, müssen kaufinteressierte Aktionäre, die ihre Aufträge während der Zeichnungsfrist nicht limitiert haben, nun 23 bis 25 Dollar berappen. Sollte das sieben Jahre alte Internet-Unternehmen die Zuteilungsoption zu Höchstkursen ausreizen (25 Dollar), hätte sich der Ausgabepreis zum unteren Ende der ursprünglichen Zeichnungsspanne (17 Dollar) mal eben um 50 Prozent erhöht.

Twitter könnte bis 2 Milliarden Dollar einsammeln  

 
Treiber der Entwicklung war der Run auf Anteilsscheine des Social Media-Lieblings – die Nachfrage war so groß, dass Twitter die Zeichnungsfrist, die eigentlich bis Mittwoch laufen sollte, kassierte und nun schon heute um 18 Uhr deutscher Zeit die letzte Kauforder erteilt werden kann.   

Twitter profitiert entsprechend vom Anlegeransturm. Bei 70 Millionen ausgegebenen Aktien (zuzüglich des Greenshoes von 10 Millionen Aktien, die im Anschluss platziert werden dürften) sammelt der 140 Zeichen-Dienst auf Basis einer Bewertung von 25 Dollar schon 1,75 Milliarden Dollar ein. Nach Ausübung der vollständigen Zuteilungsoption wären es sogar stolze 2 Milliarden Dollar. Die Börsenbewertung würde bei 25 Dollar schon bis auf 14 Milliarden Dollar hochschnellen.  

Hedgefondsmanager glauben an höhere Kurse

Dass hier aber zum Handelsstart am Donnerstag keinesfalls die Grenze liegen muss, hatte der Hedgefondsmanager Doug Kass vorherige Woche deutlich gemacht. Kass taxierte den fairen Wert von Twitter auf satte 32,50 Dollar pro Aktie, die wiederum einer Marktkapitalisierung von 18 Milliarden Dollar entsprächen  

Hedgefondsmanager Cody Willard glaubt unterdessen bereits an noch höhere Kurse.  "Wenn man die Aktie zu oder unter 25 Dollar bekommt, ist sie ein Kauf", gibt Willard Kass recht. "Die Aktie wurde fälschlicherweise von der Geschäftsführung und Bankern unter ihrem Niveau gepreist und könnte zwischen 35 und 40 Dollar gehandelt werden, wenn sie auf den Markt kommt." Zwei Tage müssen Anleger auf den neuen Börsenstar TWTR noch warten…

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