Das große „Tatort“-Ermittler-Quoten-Ranking

Es hat sich viel getan in der Popularitäts-Skala der "Tatort"-Kommissare, seit wir die Liste im April zum bisher letzten Mal errechnet haben. Zwar führt Til Schweiger alias Nick Tschiller weiter vor Thiel und Boerne aus Münster und Charlotte Lindholm aus Hannover, doch dahinter folgt mit Thorsten Falke aus Hamburg ein Neueinsteiger. Plätze gut machen konnten vor allem die Klassiker aus Köln, München und Ludwigshafen, größter Absteiger seit April ist der umstrittene Saarbrücker Jens Stellbrink.

Anzeige

Til Schweiger führt die Tabelle weiterhin mit seiner Premieren-Zuschauerzahl aus dem März an. Da nur ein Film pro Jahr mit ihm gedreht werden soll, wird der nächste erst 2014 ausgestrahlt werden. Erst dann wird sich zeigen, wie nachhaltig seine Megaquote von 12,57 Mio. Zuschauern sein wird. Den Rekord aus dem für unser Ranking entscheidenen Wertungszeitraum der vergangenen zwei Jahre hält Schweiger alias Tschiller ohnehin nicht, denn 12,99 Mio. sahen 14 Tage nach der Hambuger Premiere den Münster-"Tatort: Summ, Summ, Summ". Thiel und Boerne haben ohnehin im Vergleich zum April-Ranking Boden gut gemacht, erreichten mit vier Filmen im Durchschnitt 12,36 Mio. Krimifans.

Über die 10-Mio.-Marke sprangen zudem Charlotte Lindholm aus Hannover mit 10,43 Mio. und der erste Fall des zweiten Hamburger Ermittlers Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) mit 10,07 Mio. Er wird schon vor Til Schweiger seinen zweiten Fall bestreiten – am 24. November. Noch in diesem Jahr werden zudem zwei weitere Ermittler-Teams ihren Dienst antreten, das Ranking wird dadurch weiter wachsen: Schon am Sonntag treten die Erfurter Funck, Schaffert und Grewel zum ersten Mal in Erscheinung, am zweiten Weihnachtstag folgen dann Nora Tschirner und Christian Ulmen als Weimarer Kommissare Dorn und Lessing.

Wie weit oben die Neulinge in die "Tatort"-Charts einsteigen, muss sich zeigen. Interessanterweise gibt es derzeit nämlich eher die Tendenz, dass die Klassiker-Teams wieder aufholen. So kletterten Ballauf und Schenk aus Köln von 10 auf 6, Batic und Leitmayr aus München von 12 auf 9 und Odenthal und Kopper aus Ludwigshafen von 14 auf 10. Ein Neuling hingegen ist diesmal der größte Absteiger: Der alberne Saarbrücker Jens Stellbrink (Devid Striesow) fiel von 6 auf 15 zurück – und damit auch hinter seine Vorgänger Kappl und Deininger, die sich noch mit ihrem Abschlussfall in der Wertung befinden und Rang 7 belegen.

Weiter hinten findet sich auch noch der ehemalige Hamburger Kommissar Batu, der Tschiller und Falke weichen musste. Aus Quoten-Gesichtspunkten hat der NDR hier alles richtig gemacht, denn die beiden Nachfolger locken viele Millionen Zuschauer mehr als Batu. Letzter ist er allerdings nicht, denn Felix Murot (Ulrich Tukur) kam mit seinem Film aus dem Dezember 2011 nur auf 6,86 Mio. Zuschauer. Verbessern kann er diesen Wert ebenfalls noch in diesem Jahr: Nach über zwei Jahren Pause gibt es am 8. Dezember Neues von Murot.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige