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Airbnb, Pinterest: Wer kommt nach Twitter?

Der Börsengang des 140-Zeichendienstes rückt immer näher – doch was kommt eigentlich nach Twitter? Zumindest steigende Bewertungen für andere aufstrebende Dotcoms. Wie schon beim IPO von Facebook nutzte die hoch gewettete nächste Internet-Generation zuletzt die Gunst der Stunde für neue Finanzierungsrunden zu deutlich steigenden Bewertungen. Ob es Pinterest, Snapchat, Airbnb oder Whatsapp Twitter indes so bald nachmachen und auch an die Börse streben, erscheint derzeit noch nicht absehbar.

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Der Börsengang des 140-Zeichendienstes rückt immer näher – doch was kommt eigentlich nach Twitter? Zumindest steigende Bewertungen für andere aufstrebende Dotcoms. Wie schon beim IPO von Facebook nutzte die hochgewettete nächste Internet-Generation zuletzt die Gunst der Stunde für neue Finanzierungsrunden zu deutlich steigenden Bewertungen. Ob es Pinterest, Snapchat, Airbnb oder Whatsapp Twitter indes so bald nachmachen und auch an die Börse streben, erscheint derzeit noch nicht absehbar.

Der Preis ist lauwarm. Wenn Twitter nächste Woche an der NYSE debütiert, dann zu einer Bewertung, die einen Facebook-Flop unbedingt vermeiden will. Der Börsenwert von 9 bis 11 Milliarden Dollar ist viel zu gering, mahnt Hedgefondsmanager Doug Kass an.

"Twitter könnte sich binnen des ersten Monats an der Börse verdoppeln", sorgte der Vermögensverwalter gestern gegenüber dem Wall Street Journal-Blog "Money Beat" für Aufsehen und bekannte: "Ich würde bis zu 32,50 Dollar für Twitter bezahlen." Auf diesem Niveau wäre Twitter fast 20 Milliarden Dollar wert.

Pinterest bereits 3,8 Milliarden Dollar wert  

Kein Wunder, dass der Börsen-Hype um Twitter den nächstgrößeren privat geführten Internet-Unternehmen gehörig Auftrieb verleiht. Entsprechend überrascht es nicht, dass – wie schon vor 18 Monaten zum Facebook-IPO – eifrig Finanzierungsrunden durchgeführt werden, um frisches Geld zu attraktiver Bewertung abzugreifen.

Da ist etwa Pinterest. Der boomende Fotodienst gilt nach dem Twitter-IPO als der nächste natürliche Börsenkandidat aus dem Dotcom-Lager. Erst in der vergangenen Woche sammelte das 2010 gegründete Start-up satte 225 Millionen Dollar ein, obwohl erst im Frühjahr eine Finanzierungsrunde  durchgeführt wurde. Bewertung seinerzeit: 2,5 Milliarden Dollar. Vergangene Woche war die Bewertung binnen eines halben Jahres auf 3,8 Milliarden Dollar um mehr als 50 Prozent angeschwollen.

Im Milliardenclub: Airbnb, Snapchat, Whatsapp

Pinterest ist kein Einzelfall. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass die Foto-App Snapchat kurz vor einer Finanzierung aus Asien stehen soll, die den besonders bei Teenager beliebten Foto-Dienst mit enormen 3,5 Milliarden Dollar bewerten soll. Nach Angaben der gewöhnlich gut informierten Wall Street Journal-Reporterin Kara Swisher könnte es sich beim Investor um den aufstrebenden Internet-Giganten Alibaba handeln, der beim Börsengang im ersten Quartal nächsten Jahres selbst über 100 Milliarden Dollar wert sein dürfte.

Doch das ist noch nicht alles. Auch Airbnb hat gerade eine 200 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde abgeschlossen, wie am Rande der Techcrunch Disrupt-Konferenz in Berlin bekannt wurde. Angeführt wurde das Funding von Facebook-Investor Peter Thiel. Zu welcher Bewertung ist unklar – im vergangenen Jahr nahm der Apartmentvermittler frische Mittel zu einer Bewertung von bereits 2,5 Milliarden Dollar auf.

Und dann ist da noch das boomende Message-Netzwerk Whatsapp, das Facebook eine Gefahr werden könnte, wie der Business Insider mutmaßt. Im April wollte Google angeblich für eine Milliarden-Offerte zuschlagen, doch der Deal kam nie zustande. Bislang hat Whatsapp gerade mal Venture Capital in Höhe von 8 Millionen Dollar eingesammelt, dürfte aber bereits 2 Milliarden Dollar wert sein. Man ahnt fast: Die nächste Finanzierungsrunde scheint überfällig…

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