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IPO: Twitter und der Facebook-Fehler

Der 140-Zeichendienst will den Facebook-Fehler um jeden Preis vermeiden: Die Bookbuildingspanne beim kommenden Börsengang wurde mit 17 bis 20 Dollar nun doch um einiges moderater taxiert als im Vorwege angenommen. Am oberen Ende wäre Twitter damit nur 11 Milliarden Dollar wert, will aber trotzdem 1,6 Milliarden Dollar über den Emissionsweg der Kapitalmärkte einnehmen. Es könnte noch mehr werden: Denn auch eine Anhebung im laufenden Bookbuilding-Verfahren ist noch möglich.

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Der 140-Zeichendienst will den Facebook-Fehler um jeden Preis vermeiden: Die Bookbuildingspanne beim kommenden Börsengang wurde mit 17 bis 20 Dollar nun doch um einiges moderater taxiert als im Vorwege angenommen. Am oberen Ende wäre Twitter damit nur 11 Milliarden Dollar wert, will aber trotzdem 1,6 Milliarden Dollar über den Emissionsweg der Kapitalmärkte einnehmen. Es könnte noch mehr werden: Denn auch eine Anhebung im laufenden Bookbuilding-Verfahren ist noch möglich.       

Es geht nun doch alles schneller als erwartet: Bereits am Donnerstag der nächsten Woche, also am 7. November, dürfte Twitter an der NYSE unter dem Tickersymbol TWTR debütieren – Probeläufe wurden an der New Yorker Traditionsbörse bereits am Wochenende durchgeführt, um ein ähnliches Pannenszenario wie bei Facebook vor 18 Monaten zu vermeiden.  

Auch an anderer Stelle greifen die Vorsichtsmaßnahmen. Überraschend niedrig taxierte Twitter am Freitag die sogenannte Bookbuildingspanne, innerhalb der der Ausgabekurs des 140-Zeichendienstes während der Roadshow in den nächsten zehn Tagen für den Börsengang taxiert wird.

Bei 20 Dollar nur 11 Milliarden Dollar wert

Für lediglich 17 bis 20 Dollar bietet das sieben Jahre alte Internet-Unternehmen zeichnungswilligen Investoren seine Anteile an – das ist weitaus weniger als im Vorfeld erwartet worden war, als am Graumarkt bereits Kurse zwischen 28 und 30 Dollar gehandelt wurden.

Auf diesem Niveau wäre Twitter dann auch über 15 Milliarden Dollar wert gewesen,  so sind es am oberen Ende der Bookbuildingspanne nur 11,1 Milliarden Dollar. Damit geht das Social Network auf Nummer sicher: Hauptsache nicht den Facebook-Fehler einer überhöhten Bewertung zu wiederholen und durch das Fegefeuer immer weiter fallender Kurse zu gehen, scheint die Parole zu lauten.

Mittelzuflüsse von bis zu 1,6 Milliarden Dollar

Gleichzeitig bietet Twitter zeichnungswilligen Investoren mit 70 Millionen Aktien plus einer möglichen Zuteilungsoption von weiteren 10,5 Million Papieren (Greenshoe) Anteile im Wert von bis zu 1,6 Milliarden Dollar an – also mehr als ursprünglich angenommen.   

Ob der Börsengang damit ein Erfolg wird, hängt maßgeblich davon ab, ob Twitter Banker auf der heute beginnenden Roadshow von der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugen kann. Bei Vorlage des Börsenprospekts hatte der 140-Zeichendienst zuletzt eine Ausweitung der Verlustzone eingestehen müssen.

Sollte die Nachfrage unvermutet groß ausfallen, könnte Twitter und die konsortialführenden Banken am Ende womöglich aber doch noch gierig werden und den Ausgabekurs auf den letzten Metern anheben – LinkedIn und Facebook haben es in den vergangenen Jahren vorgemacht.

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