ARD-Fernsehlotterie künftig ohne Lierhaus

Die ARD Fernsehlotterie wird von 2014 an nicht mehr von Monika Lierhaus im Ersten Programm präsentiert. Die Lotterie ändert ihr Konzept und will künftig ohne Promis als Zugpferde auskommen. Die teure Verpflichtung von Lierhaus vor zwei Jahren hatte für reichlich Kritik und Kündigungen von Los-Abonnenten gesorgt. Künftig sollen die sozialen Projekte der Lotterie in den Mittelpunkt rücken. Monika Lierhaus würde gerne im kommenden Jahr von der Fußball WM berichten.

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Anstelle der Präsentation durch einen prominenten Moderator sollen künftig Menschen zu Wort kommen, die von den Förderungen der Fernsehlotterie profitieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Lotterie. "Diejenigen in den Vordergrund zu stellen, denen durch das Engagement unserer Mitspieler ein besseres Leben ermöglicht wird – das ist unser Anliegen", sagt Geschäftsführer Christian Kipper. 2012 konnte die Fernsehlotterie nach eigenen Angaben rund 47,7 Millionen Euro an 242 soziale Projekte ausschütten.
Vor zwei Jahren war die frühere Sportmoderatorin Monika Lierhaus als Markenbotschafterin für die ARD-Fernsehlotterie verpflichtet worden. Laut Berichten erhielt sie dafür rund 450.000 Euro Gage, was eine Protestwelle auslöste und weswegen zahlreiche Mitspieler ihre Lose kündigten. Lierhaus sagte zu ihrem Engagement bei der Fernsehlotterie: "Ich bin stolz, ein Mitglied der Fernsehlotterie-Familie gewesen zu sein. Die vielen Besuche in den geförderten Projekten haben mich sehr berührt. Die Arbeit, die die Menschen dort leisten und die durch die Fernsehlotterie unterstützt und oft erst möglich wird, ist wahnsinnig wichtig." Bis Ende des Jahres werde sie noch in "vollem Einsatz" für die Fernsehlotterie sein. Dann freue sie sich darauf, "den nächsten Schritt zu machen."
Lierhaus hatte Anfang 2009 nach einer Aneurysma-Operation vier Monate lang im Koma gelegen. Das Engagement bei der Fernsehlotterie war ihr beruflicher Wiedereinstieg nach der Reha. Lierhaus hatte angekündigt, bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien wieder als Sportmoderatorin arbeiten zu wollen. Ob das klappt, ist aber noch unklar.

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