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Amazon-Bilanz: Börse bejubelt Verluste

Die größte Wachstumswette des Internets geht in die nächste Runde. Auch bei Vorlage seiner jüngsten Konzernbilanz für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal muss sich Amazon-Chef Jeff Bezos nicht groß mit betriebswirtschaftlichen Grundrechenarten herumschlagen. Die Börse nimmt marginale Verluste weiter klaglos zur Kenntnis, weil der Online-Einzelhändler nach Umsätzen schneller wächst als von der Wall Street prognostiziert. Die Amazon-Aktie schießt nach Handelsschluss um mehr als 8 Prozent in die Höhe.

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Die größte Wachstumswette des Internets geht in die nächste Runde. Auch bei Vorlage seiner jüngsten Konzernbilanz für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal muss sich Amazon-Chef Jeff Bezos nicht groß mit betriebswirtschaftlichen Grundrechenarten herumschlagen. Die Börse nimmt marginale Verluste weiter klaglos zur Kenntnis, weil der Online-Einzelhändler nach Umsätzen schneller wächst als von der Wall Street prognostiziert. Die Amazon-Aktie schießt nach Handelsschluss um mehr als 8 Prozent in die Höhe.   

Sie fliegen einfach: Besitzer von Internetaktien können in diesen Tagen scheinbar nichts falsch machen. Exakt eine Woche, nachdem Google mit seiner Quartalsbilanz für Furore und neue Rekordhochs jenseits der 1.000 Dollar-Marke gesorgt  hatte, legt nun Amazon nach.

Der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern der Welt präsentierte dabei nach Handelsschluss an der Wall Street ein Zahlenwerk, das auf den ersten Blick gar nicht so außerordentlich aussah. In drei Monaten zwischen Anfang Juli und Ende September verlor Amazon weiter Geld.

Umsätze steigen stärker als erwartet

25 Millionen Dollar betrug das Mini-Minus, das sich Amazon leisten konnte, weil die Wall Street Konzernchef Jeff Bezos weiter aus der Hand frisst. Die Rechung geht folgendermaßen: Solange die Erlöszuwächse die Analysten-Erwartungen treffen oder übertreffen, haben die Gewinne bei Amazon bestenfalls symbolischen  Charakter.

Und diese Spielregeln hielt Amazon auch im abgelaufenen Quartal ein, das der weltgrößte Einzelhändler mit Umsätzen in Höhe von 17,09 Milliarden Dollar beendete. Analysten hatten unterdessen mit Erlösen in Höhe von 16,76 Milliarden Dollar gerechnet. Amazon steigerte seine Umsätze damit um 24 Prozent.

Verhaltener Ausblick trübt Stimmung nicht – Aktie auf Allzeithochs

Auch im Weihnachtsgeschäft wird das Wachstum wieder zweistellig ausfallen: Zwischen 23,5 und 26,5 Milliarden Dollar dürften die Erlöse im laufenden Quartal liegen, gab Amazon im Ausblick bekannt, der damit sogar leicht unter den  Erwartungen lag (25,9 Milliarden Dollar). Operativ könnte ein Gewinn oder Verlust von bis zu 500 Millionen Dollar anfallen, gab sich Konzernchef Bezos vage.

Anleger maßen dem Gewinnausblick jedoch traditionell keine weitere Bedeutung zu und schickten die Amazon-Aktie nach Handelsschluss um mehr als 8 Prozent nach oben – auf neue Allzeithochs bei nunmehr schon 360 Dollar.

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