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20 kuriose Fakten zu „Asterix & Obelix“

Endlich sind die abenteuerlustigen Gallier wieder unterwegs: In "Asterix bei den Pikten" besuchen Asterix, Obelix und Idefix die Schotten. Damit knüpft das neue Team an die alte Tradition der beliebten Heftreihe an und schickt seine Helden auf Reisen. MEEDIA hat zwanzig Fakten zur Comic-Kultserie zusammengetragen. Wussten Sie zum Beispiel, dass die deutsche Erstausgabe politisch zweifelhaft angehaucht war? Und dass die Protestbewegung der 80er mit Plagiaten à la "Asterix in Bombenstimmung" auf sich aufmerksam machte?

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  • "Asterix & Obelix" sind absolute Weltbestseller. Die globale Auflage liegt bei rund 350 Millionen Exemplaren, besonders beliebt ist die Reihe im deutschsprachigen Raum. Hierauf entfällt rund ein Drittel der verkauften Auflage. 

  • Dabei fingen die Erfinder René Goscinny und Albert Uderzo klein an. "Asterix der Gallier" erschien 1961 mit einer Startauflage von 6.000 Exemplaren.

  • Bis dato sind 35 Bände erschienen, die in 110 Sprachen und Dialekte übersetzt worden sind – darunter Altgriechisch, Latein, Esperanto, Pfälzisch, Friesisch und Plattdeutsch. 1986 brachte der Horizont Verlag sogar ein Asterix-Lexikon auf den Markt.

  • Der allererste Teil erschien 1959 im Magazin "Pilote" und avancierte recht schnell zur Kultserie. Seit 1967 verlegt in Deutschland der Stuttgarter Ehapa Verlag "Asterix", seit 1968 in Albenform. Erst dann wurde aus dem ursprünglich Menhir-Stein genannten Felsblock, den Obelix auf dem Rücken trägt, der Hinkelstein.

  • Aus den gezeichneten Geschichten entstanden über die Jahrzehnte acht Zeichentrick- und vier Spielfilme. Die "echten" Verfilmungen sind unter Fans allerdings verpönt.

  • Die Kinokassen ließen sie dennoch klingeln. Denn insgesamt wurden die Filme in 50 Sprachen übersetzt und lockten 70 Millionen Besucher in die Kinos.

  • "Asterix" gilt als pädagogisch wertvoll und gehört zu den wenigen Comics, die im Schulunterricht eingesetzt werden – vor allem für Französisch, Latein und Altgriechisch.

  • Die Franzosen lieben ihren Exportschlager so sehr, dass sie ihm vor den Toren von Paris einen eigenen Vergnügungspark gewidmet haben: den "Parc Astérix".

  • Asterix war schon dem Namen nach ein Star, leitet der sich doch "Asterisk", griechisch für "Sternchen", ab.

  • Nicht nur in den Heften wird geschlemmt, Ehapa verlegte 1993 sogar ein Kochbuch "Kochspaß mit Asterix". Untertitel: "Essen wie Gott in Gallien".

  • Die erste deutsche Asterix-Übersetzung erschien 1965 im Kauka-Verlag und hatte kaum noch etwas mit dem Original zu tun. Die Franzosen hatten, im Rückblick leichtsinnig, die Rechte für eine freie Bearbeitung abgetreten. Daraufhin wurden Asterix und Obelix kurzerhand zu den Germanen Siggi und Babarras umgetauft.

  • Die Charaktere in den Asterix-Romanen haben in anderen Ländern auch andere Namen. Besonders lustig sind die britischen Entsprechnungen. Aus dem Hund Idefix wird Dogmatix, der Greis Methusalix heißt passenderweise Geriatrix, Barde Troubadix wird zum Cacofonix und Verleihnix hört auf den Namen Unhygienix.

  • Gerade die deutsche Übersetzung von Asterix-Romanen ist ein kleines Politikum. So stand die erste Übersetzung des Kauka-Verlags lange Zeit unter dem Verdacht, politisch einer stark konservative Haltung der Sechziger Jahre vermitteln zu wollen. Das gallische Dorf trug plötzlich den Namen „Bonhalla“, entstanden aus Bonn und Walhalla und lag rechtsrheinisch. Obelix‘ Hinkelstein wurde kurzerhand mit dem Tragen der Erbschuld gleichgesetzt, die römischen Besatzer sprachen mit amerikanischem Akzent und wurden als Kritik an der Besatzung Deutschlands durch die Alliierten verstanden. 

  • Die Comics wurde schon unzählige Male plagiiert. Vor allem in der Protestbewegung der 1980er galt es offenbar als Volkssport, einzelne Bilder aus unterschiedlichen Comics zu neuen Comics anzuordnen.“Asterix und das Atomkraftwerk” oder “Asterix in Bombenstimmung” sollte auf spielerische Art ernste Inhalte wie Atomkraft oder Aufrüstung thematisieren.

  • Die Asterix-Bände haben seit jeher auch die Wissenschaft beschäftigt. So untersuchten Sprachwissenschaftler etwa, aus welcher Region Hessens der Dialekt der Mundart-Titel stammt. Und sogar Neurochirurgen befassten sich mit Schädelhirntraumata von römischen Soldaten, die mit Obelix in Konflikt geraten sind. Das ernste Fazit: In 34 Bänden wurden in über 50 Jahren stolze 704 Fälle gezählt, bei denen es die Soldaten aus den Latschen hob. Allerdings, so die Erkenntnis der Forscher, sei bei keinem Römer ein bleibender Schaden zu erwarten.

  • “Asterix bei den Pikten” ist der erste Comic ohne Mitwirkung von Zeichner Albert Uderzo, der die Reihe zusammen mit René Goscinny erfand. Uderzos Nachfolger ist Didier Conrad, die Texte stammen von Jean-Yves Ferri. Goscinny verstarb 1977, Uderzo arbeitete daraufhin mit anderen Autoren zusammen.

  • Pikten ist der Name, den die alten Römer den unterschiedlichen Völkern in Schottland gaben. Deren Krieger bemalten ihre Körpfer, um furchteinflößender zu wirken. Übersetzt bedeutet “Pikten” nämlich “bemalte Menschen”. Neben viel Zaubertrank dürfte dieses Mal also auch der Whisky fließen.

  • Der neue Band ist der Versuch, an die alte Tradition der Asterix-Comics anzuknüpfen. In diesen erlebten Asterix, Obelix und Idefix ihre Abenteuer entweder im direkten Umkreis ihres kleinen gallischen Dorfes oder in fernen Ländern. Vor allem die letzten Ausgaben wichen aber von dieser Tradition ab. Fans der Reihe warfen den Machern vor, den zeitlosen Charme zu vernachlässigen und sich zu sehr auf zeitgeistige Themen zu stürzen. So tauchte etwa in “Gallien in Gefahr” Arnold Schwarzenegger als Kampfroboter im Superman-Kostüm auf.

  • Der französische Verlag Albert René ist sehr optimistisch, was den Erfolg von “Asterix bei den Pikten” angeht. Die Startauflage von fünf Millionen Exemplaren soll “für die ersten zwei Wochen genügen”.

  • Die Kritiken sind gut. Der Tagesspiegel schreibt: “‘Asterix bei den Pikten’ liegt dank des Autors Jean-Yves Ferri erzählerisch weit über den vergangenen Bänden und kann durchaus an die Glanzzeit der Serie in den 1960er und 70er Jahren anknüpfen, ohne dabei altbacken zu wirken. Und zeichnerisch hält Didier Conrad das von Uderzo etablierte hohe Niveau, ergänzt um ein paar zusätzliche Nuancen.” “Der beste neue ‘Asterix’ seit 35 Jahren”, schreibt die Welt.

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