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stern am Kiosk erstmals unter 200.000

Oh weh: Der stern ist erstmals seit Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er-Jahre unter die Einzelverkaufs-Marke von 200.000 gefallen. Nur 194.435 Leute griffen zum Heft 39/2013, das drei Tage vor der Bundestagwahl mit dem Titel "Das große Zittern - Die Wahl wird dramatisch: Mit welchen Mitteln die Parteien in den letzten 48 Stunden um jede Stimme kämpfen" punkten wollte. Das gelang überhaupt nicht. Auch Der Spiegel war mit seinem Nichtwähler-Titel erfolglos, kam ebenfalls nicht an das Normalniveau heran.

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194.435 Einzelverkäufe – der stern 39/2013 unterbot den bisherigen Alltime-Minusrekord des Magazins damit um fast 10.000 Hefte. Der alte Tiefstwert war ebenfalls noch nicht sehr alt, stammte vom Heft 21/2013 mit dem Titel "Geht’s jetzt an mein Geld?". Dass der Wahlkampf-Titel so sehr floppte, lag sicher auch daran, dass er – der Wahlkampf – nie richtig spannend war und eine andere Regierung als eine von der CDU/CSU geführte nie richtig im Bereich des Möglichen schien. Für einen Wahlkampf-Titel interessierten sich da logischerweise nur wenige. Zum Vergleich: Der 3-Monats-Durchschnitt des stern liegt mit 242.000 Einzelverkäufen fast 50.000 über dem jetzt erzielten Wert, der 12-Monats-Durchschnitt mit 249.500 mehr als 50.000 darüber.

Auch Der Spiegel hob als Nachrichtenmagazin kurz vor der Wahl natürlich die Politik auf den Titel; "Wie Nichtwähler die Demokratie verspielen" hieß es da etwas populistisch. Interessiert hat das Thema ebenfalls eher wenige: Mit 256.847 Einzelverkäufen landete das Magazin rund 30.000 unter dem Vorwochenwert und ähnlich klar unter den Normalwerten der vergangenen drei Monaten (298.500), bzw. 12 Monate (285.000). Immerhin: Ein neuer Minusrekord blieb dem Spiegel erspart. Der stammt weiterhin aus dem Sommer, als nur 237.745 zum Heft 23/2013 ("Betreff Euro Hawk: Nicht abschätzbare technische, zeitliche und finanzielle Risiken") griffen.

Halbwegs zufrieden kann in der aktuellen Cover-Check-Woche einzig der Focus sein, der lieber auf das Thema Politik als Titel verzichtete und die anstehende Bundestagswahl auf dem Cover nur ganz unten mit der schmalen Zeile "Exklusive Wahlumfrage: Womit Merkel jetzt rechnen muss" erwähnte. Titelthema war stattdessen "Die Wahrheit über sanfte Medizin" und erreicht wurden damit immerhin 90.864 Einzelverkäufe. Zwar blieb das Burda-Magazin damit zum 20. Mal in den jüngsten 21 Wochen unter der 100.000er-Marke, aber immerhin über dem aktuellen 3-Monats-Durchschnitt von 83.500. Der 12-Monats-Normalwert von 93.000 wurde hingegen nicht erreicht.

  

Sämtliche Heftauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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