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Yelp mach Qype Ende Oktober dicht

Am 30. Oktober ist Schluss. Dann soll aus Qype endgültig Yelp werden. Die US-Bewertungsplattform hatte das deutsche Portal im Oktober 2012 für 50 Millionen US-Dollar gezahlt. Die Ableger in Italien und Spanien waren in den vergangenen Wochen und Monaten bereits direkt in die Datenbank von Yelp integriert worden. Nun ereilt das deutsche Qype ein ähnliches Schicksal. Alle Einträge ziehen dann auf Yelp um. Davon dürfte vor allem ein Dritter profitieren: Apple.

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Denn seit iOS 6 hat der Konzern aus Cupertino den US-Anbieter bereits fest in sein System integriert. Wer sich über den Sprachassistent Siri etwas Restaurants in seiner Umgebung anzeigen lassen will, bekommt Einträge aus Yelp anzeigt. Bislang bedeutet das eher ein Nachteil, da in Deutschland Qype die höhere Verbreitung besaß. Kein Wunder also, dass Yelp als börsennotiertes Unternehmen die eigene Marke stärken will und existierende Einträge übernimmt.
Im Detail werden Orte, Adresse, Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen von Nutzern übernommen. "Wir haben vor, diese auf Yelp zu integrieren und werden für dich auch eine Möglichkeit schaffen, sie selbst deinem neuen Yelp-Konto hinzuzufügen", heißt es dazu auf der Yelp-Webseite. Andere Inhalte wie Check-Ins, Listen, Guides und Beiträge von virtuellen Orten gehen verloren.
Stephan Uhrenbacher hatte Qype 2005 in Hamburg gegründet. 2009 hatte sich der Unternehmen aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und war in den Aufsichtsrat gewechselt. Mit der Abschaltung von Qype und der Übernahme der Beiträge in die eigene Datenbank dürfte sich die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen für Yelp enorm erhöhen. Dieses Wachstum braucht das Portal, um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen.

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