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Bertelsmann will die 20 Milliarden knacken

Ziele vorgeben gehört zur ersten Managerpflicht. Nur einhalten muss man sie auch können. Auf einer Führungskräftetagung im kalifornischen Mountain View hat Bertelsmann-Chef Thomas Rabe verkündet, das Medienunternehmen solle 2016 einen Umsatz von 20 Milliarden Euro erreichen. Das berichtet das Handelsblatt direkt aus dem Valley. Das einst für G+J verworfene Thema Business Information könnte dabei nun für den Mutterkonzern eine Rolle spielen.

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Das Handelsblatt berichtet, Konzernchef Rabe "soll intern ein Chart gezeigt haben, auf dem dieses Geschäftsfeld keiner Konzerntochter zugeordnet wird." Dieses Geschäftsfeld, gemeint ist Business Information, war einst der Expansionstraum des ehemaligen G+J-Chefs Bernd Buchholz. Einen Einstieg bei YouGov untersagte Rabe dann. Fachinformationen sind ein lohnendes Geschäft, die Einstiegshürde ist jedoch relativ hoch, weil entsprechende Unternehmen viel Geld kosten. Ein weiteres bekanntes Expansionsfeld ist der Bildungssektor, dort vor allem digitale Geschäftsmodelle.

Die nun angepeilte Umsatzschwelle von 20 Milliarden Euro wäre ein Rekord für Bertelsmann. 2006 schafften die Gütersloher 19,3 Milliarden Euro. Nun könne der Konzern wieder zukaufen, notiert die Wirtschaftszeitung die Worte Rabes an etwa 150 Manager. "Fast schuldenfrei" ist Bertelsmann indes nicht wirklich – die wirtschaftlichen Schulden lagen nach dem ersten Halbjahr bei knapp 5 Milliarden Euro, die Nettofinanzschulden bei 1,44 Milliarden. Der Spielraum ist indes gewachsen, auch wegen des Verkaufs von Aktien der RTL Group.  

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MEEDIA gehört zur Verlagsgruppe Handelsblatt.

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