IVW: Für Sie meldet Minus von neun Prozent

Der Jahreszeitenverlag verrät erste Verkaufszahlen für den Herbst. So soll die Für Sie im dritten Quartal 2013 im Gesamtverkauf auf ein Minus von neun Prozent kommen. Wichtigster Grund für das Minus soll der Umstand sein, dass sich die Hamburger dazu entschlossen hatten, während der Sommermonate keine Pocket-Formate zu produzieren.

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Im September soll sich die Frauenzeitschrift allerdings „gegen den allgemeinen Markttrend erfolgreich am Kiosk durchgesetzt“ und den Einzelverkauf in den letzten Ausgaben um über fünf Prozent zum Vorjahr gesteigert haben.

Dienstag, 15. Oktober

Bauer-Titel:
Es ist das reinste Feuerwerk der guten Nachrichten: Drei Tage vor der Veröffentlichung der neusten IVW-Zahlen geht Bauer in die Vollen und haut eine richtig dicke Packung an Positiv-Meldungen raus. Im dritten Quartal soll Closer seine Auflage um 38,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert haben. Das People-Heft verkauft jetzt durchschnittlich 241.692 Exemplare. Auch Happinez und Cosmopolitan konnten zulegen und der Bravo gelang es endlich, sich zu stabilisieren.
Zum Start bezeichnete Bauer Happinez noch als ein Mindstyle-Magazin. Jetzt hört der Titel auf den Gattungstitel Luxury-Magazin. Wie auch immer man das Segment nennt, es boomt. Die Konkurrenten von WAZ und Klambt haben längst eigene Hefte mit ähnlichen Konzepten entwickelt. Laut Verlag kam Happinez im dritten Quartal auf ein Auflagen-Plus von 19,3 Prozent. Im Durchschnitt bedeutet dies einen Verkauf von 142.678 Heften.
Bei den Neuerwerbungen von Marquard scheint die Talsohle durchschritten. Die Cosmopolitan kann im Vergleich zum Vorjahr einen „zweistelligen“ Zuwachs auf 311.170 Exemplare vermelden. Genauso wie Joy auf 344.841 Hefte. Ebenfalls im Plus ist die Maxi mit einem „leichten“ Plus zum dritten Quartal 2012.
Besonders froh dürften die Bauer-Manager darüber sein, dass es der neuen Bravo-Chefredakteurin Nadine Nordmann gelang den einstigen Print-Star zu stabilisieren. So soll – laut Verlag- die Auflage im Gesamtverkauf um 1,6 Prozent zugelegt haben, im wichtigen Einzelverkauf sogar um 4,5 Prozent. Allerdings beziehen sich diese Zahlen diesmal nicht auf einen Vorjahres-, sondern nur einen Vorquartals-Vergleich.
Zeit Wissen:

Auch der Zeit Verlag verrät erste Auflagenzahlen. So verkaufte das Wissenschaftsmagazin im dritten Quartal 2013 durchschnittlich 107.685 Exemplare. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 23,4 Prozent (20.452 Exemplare).
Dabei konnten vor allem die Abos um 19 Prozent (7 797 Exemplare) auf 48 842 Exemplare gesteigert werden. Laut Verlag ein neuer Rekordwert. Die Steigerung im Einzelverkauf liegt bei 8.865 Exemplare (40,4 Prozent).
FAZ und FAS:
Bereits seit Anfang des Jahres verringert das Handelsblatt seine weichen Verkäufe. So soll die sogenannte harte Auflage aus direkten Kiosk-Verkäufen und Abonnenten gestärkt und die eigenen Produktionskosten verringert werden. Jetzt folgt auch die FAZ diesem Beispiel und fährt die Bord-Auflage und die sonstigen Verkäufe zurück. Die Folge: Die Gesamt-Auflage schrumpft im dritten Quartal um fünf Prozent und liegt jetzt bei 334.928 Exemplaren.
Nicht nur bei der FAZ reduziert der Verlag die weiche Auflage, sondern auch bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für die FAS bedeutet die Umstellung ein Minus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Für das dritte Quartal meldet die Sonntagszeitung eine Auflage von 348.667 Exemplaren.
Erfreulich entwickelt sich dagegen der Verkauf der digitalen Ausgabe. Die FAZ verdoppelt hier nahezu ihre E-Paper Auflage im Vergleich zum Vorjahresquartal und wächst um 84 Prozent auf aktuell 21.146 Exemplare. Die Sonntagszeitung kommt jetzt auf 9.434 E-Exemplare. Im Vorjahresquartal lag der Wert noch bei 338.
Montag, 14. Oktober:
Es hat schon eine gewisse Tradition, dass in den Tagen zuvor, die Verlage, die Good-News zu verkünden haben, dies bereits vor der offiziellen Statistik-Verkündung erledigen. Den Anfang macht diesmal Couch. Stolz verweist Gruner + Jahr darauf, dass das junge Wohn- & Fashion-Magazin aus dem Stand eine verkaufte Auflage von 177.150 Exemplaren erreichen konnte.
Für das Spin-off aus der Schöner Wohnen-Redaktion, das noch unter dem damaligen Chefredakteur Stephan Schäfer entwickelt wurde, ist die Meldung im dritten Quartal 2013 eine Premiere. Zum ersten Mal sind die Hamburger bei der Auflagenmessung dabei. Neben dem Gesamtverkauf verraten sie auch schon die Abozahl, die bei 10.870 Exemplaren liegen soll.
Die Liste mit den Vorab-IVW-Meldungen wird von uns fortlaufend aktualisiert.

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