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Bild legt Print und Online zusammen

Im Interview mit dem medium magazin hat Bild-Chefredakteur Kai Diekmann verkündet, die Trennung zwischen Print- und Onlineredaktion bei Springers Boulevardblatt aufheben zu wollen: "Es gibt nicht mehr nebeneinander Print und Online, sondern nur noch eine Redaktion." Die Chefredaktion müsse künftig nur noch in "markenrelevante Schwerpunkte" eingeweiht werden. Auch einen neuen Newsroom soll es geben, in dem Redakteure für Print und Online, Layouter, Fotoredakteure und Social-Media-Leute gemeinsam arbeiten.

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"Die Ressortleiter für Politik, Nachrichten, Unterhaltung, Sport und Leben & Wissen werden zukünftig für alle Inhalte auf sämtlichen Oberflächen verantwortlich sein", so Diekmann im Interview zur aktuellen Titelgeschichte des medium magazins. Manfred Hart bleibt auch in der neuen Konstruktion Chefredakteur von Bild.de, Diekmann verantwortet übergreifend die Marke. Offenbar will er sich aber weiter aus dem operativen Tagesgeschäft zurückziehen.
Er wolle nicht mehr der zentrale "Mr. Bild" sein. Die Redaktion soll künftig weniger hierarchisch von oben gestaltet werden. Diekmann plädiert zudem für eine neue Fehlerkultur. "Da muss es auch möglich sein, dass ein Mitarbeiter mal einen nicht idealen Facebook-Post hinterlässt ohne, dass er dafür gleich zusammengestaucht wird. Es war übrigens das erste, was ich im Silicon Valley gelernt habe: Find a new way to fuck up."
Sein Aufenthalt im Silicin Valley habe ihn auch gelassener gemacht, erzählt Diekmann. Was nicht verhindert, dass er ab und zu aus der Haut fährt: "Allerdings war ich neulich erschrocken, als ich vor Wut gegen eine Säule im Produktionsraum getreten habe. Positiv gedacht: Es hat immerhin vier Monate gedauert, bis ich mal wieder explodiert bin." Na dann.

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