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Facebook lockert Privatsphäre für Teenies

Mehr Reichweite für Jugendliche: Facebook hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass Jugendliche unter 18 Jahren künftig ihre Einträge öffentlich posten dürfen. Bislang war es minderjährigen Teenagern nur gestattet, Statusmeldungen, Fotos oder Videos mit Freunden und Freundesfreunden zu teilen. Nun lockert das Social Network diesen Schutzmechanismus und zieht mit anderen Diensten, wie Twitter oder Instagram, gleich. Kritiker befürchten, dass Jugendliche nun verstärkt zum Ziel von Datensammlern werden.

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Künftig bekommen also alle Nutzer auf Facebook denselben Share-Dialog angezeigt und können auswählen, ob sie einen Eintrag nur mit Freunden, einer ausgewählten Gruppe von Personen oder öffentlich teilen wollen. Letzteres würde auch bedeuten, dass fremde Nutzer einem Jugendlichen auf Facebook folgen könnten. Das hatte das Social Network bislang untersagt, um die Privatsphäre Minderjähriger zu schützen.
Mit der Änderung bietet Facebook den Jugendlichen eine Chance, ihre Inhalte mit einer breiten Masse zu teilen. Das war bislang schon bei Instagram oder Twitter möglich – beides Dienste, die sehr stark von Jugendlichen genutzt werden. Währenddessen hat das weltgrößte Netzwerk mit einer gewissen Facebook-Müdigkeit bei den Jüngeren zu kämpfen. Vor allem in den USA nimmt die Nutzung mitunter ab.
Wer also unter 18 Jahren alt ist, sollte in den kommenden Tagen und Wochen checken, ob sich die Privatsphäre-Einstellungen geändert haben und falls gewünscht von der Standard-Einstellung “Öffentlich” wieder auf “Freunde” umstellen. Die Änderung der Privatsphäre bedeutet auch, dass die Profile für Analystikdienste, Werbetreibende und eben alle, die nach bestimmten Informationen zu bestimmten Themen suchen, sichtbar werden. Allerdings ist nicht zu befürchten, dass die Jugendlichen nun nichts ahnend öffentlich ins Web posten. Eine jüngst veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass auch Minderjährige ein starkes Bedürfnis nach Privatsphäre in den Social Networks haben.

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