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eBay: Der Ausblick verfinstert sich

Solide ist der Wall Street wieder einmal nicht gut genug. Der weltgrößte Online-Auktionator eBay konnte Anleger bei Vorlage seines neusten Zahlenwerks nicht begeistern. Im Gegenteil: Die eBay-Aktie kam nach Handelsschluss um mehr als fünf Prozent unter den Hammer, obwohl der nach Google, Amazon und Facebook viertwertvollste Internetkonzern der Welt die Analystenerwartungen im abgelaufenen Quartal getroffen hatte. Der Ausblick auf das so wichtige Weihnachtsgeschäft fiel jedoch schwächer aus als erwartet.

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Solide ist der Wall Street wieder einmal nicht gut genug. Der weltgrößte Online-Auktionator eBay konnte Anleger bei Vorlage seines neusten Zahlenwerks nicht begeistern. Im Gegenteil: Die eBay-Aktie kam nach Handelsschluss um mehr als fünf Prozent unter den Hammer, obwohl der nach Google, Amazon und Facebook viertwertvollste Internetkonzern der Welt die Analystenerwartungen im abgelaufenen Quartal getroffen hatte. Der Ausblick auf das so wichtige Weihnachtsgeschäft fiel jedoch schwächer aus als erwartet.

Die Dinos schwächeln. Nachdem Yahoo gestern zu Beginn der Berichtssaison sowohl rückläufige Gewinn als auch Umsätze bekannt gegeben hatte, konnte auch ein anderer Veteran der späten 90er-Jahre Investoren nicht überzeugen.

Das weltgrößte Onlineauktionshaus eBay vermeldete für den Dreimonatszeitraum Juli bis September Umsätze von 3,9 Milliarden Dollar, die damit exakt im Rahmen der Konsensschätzungen der Analysten lagen. Allerdings verlangsamten sich die Erlöszuwächse auf 14 Prozent. Die Gewinne legten netto um 17 Prozent auf 689 Millionen Dollar zu – operativ wären es sogar 837 Millionen Dollar oder 64 Cents je Aktie gewesen, was wiederum exakt im Rahmen der Analystenschätzungen lag.  

Paypal wächst stärker als Auktionsgeschäft

eBays Zugpferd bleibt unterdessen Paypal. Die Umsätze des Online-Bezahldiensts zogen um 19 Prozent an, während das Geschäft mit Online-Auktionen (Marketplace) nur noch um 12 Prozent wuchs.

Auch wenn Marketplace mit Erlösen von 2,027 Milliarden Dollar noch größer ist als Paypal, fiel der Erlössprung mit Zuwächsen von 253 Millionen Dollar doch inzwischen höher aus als beim Auktionsgeschäft (plus 221 Millionen Dollar). In anderen Worten: Die Entwicklung linear hochgerechnet, wird Paypal in absehbarer  Zeit zum wichtigsten Konzernzweig werden.  

eBay nimmt Ausblick zurück

Und doch waren mahnende Töne auf der Telefonkonferenz zu hören: "Der Ausblick auf das US-Weihnachtsgeschäft fällt schwächer aus", gab CEO John Donahoe zu bedenken. Das waren exakt die Nachrichten, die Aktionäre für den wichtigsten Dreimonatszeitraum im wichtigsten Absatzmarkt nicht hören wollten.

In Zahlen konkretisiert, gab eBay die Prognose heraus, bei Umsätzen zwischen 4,5 und 4,6 Milliarden Dollar nunmehr 79 bis 81 Cent je Aktie zu verdienen. Die Wall Street hatte jedoch mit Erlösen von 4,64 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 81 Cents je Anteilsschein gerechnet. Ergo: Aktionäre wendeten sich enttäuscht vom Internet-Pionier ab und schickten die Aktie um mehr als 5 Prozent auf rund 50 Dollar nach unten.

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