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Plastik-iPhone droht Ladenhüter zu werden

Das iPhone 5c ist einfach zu teuer. Nachdem sich Käufer schon am Startwochenende in überwältigendem Maße auf das Premium-Modell 5s gestürzt hatten, unterfüttern Marktforscher nun die Divergenz im Kaufverhalten. Um den Faktor 3-1 bis 4-1 verkaufe sich das Premium-Modell besser, heißt es nach ersten Auswertungen. Die Folge: Apple habe die iPhone-Produktion des 5c offenbar halbiert, war aus China zu hören. Analysten stimmen den Abgesang bereits seit Tagen an.

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Das iPhone 5c ist einfach zu teuer. Nachdem sich Käufer schon am Startwochenende in überwältigendem Maße auf das Premium-Modell 5s gestürzt hatten, unterfüttern Marktforscher nun die Divergenz im Kaufverhalten. Um den Faktor 3-1 bis 4-1 verkaufe sich das Premium-Modell besser, heißt es nach ersten Auswertungen. Die Folge: Apple habe die iPhone-Produktion des 5c offenbar halbiert, war aus China zu hören. Analysten stimmen den Abgesang bereits seit Tagen an.

Es ist eine seltsame Patt-Situation, in der sich Apple im Herbst 2013 befindet. Ein Jahr nach den epochalen Börsenhochs hat sich der iKonzern immer noch nicht von einem Geschäftsjahr im Rückwärtsgang erholt – dem ersten seit mehr als einer Dekade. Die Gewinne sinken, die älteste Konzernsäule, die Macintosh-Sparte, steht schwer unter Beschuss.

Auf der anderen Seite stützten 150 Milliarden Dollar auf der Bank, die Aussicht auf neue iPads in der kommenden Woche und möglicherweise viele, viele neue Produkte im kommenden Jahr den Konzern.

Hoher Verkaufspreis belastet iPhone 5c

In der Gegenwart jedoch scheint Apple ausgerechnet in seiner wichtigsten Konzernsparte zerrissen. Der iPhone-Launch vor einem Monat sah zunächst wie ein furioser Erfolg aus, dann jedoch kamen Fragen zur Bilanzierung auf.

Auf den ersten Blick sieht es nun so aus, als sollten die starke Absätze am Erstverkaufswochende vor allem dem Premium-Modell 5s geschuldet sein, während das bunte Plastik-iPhone 5c doch eher wie Blei in den Regalen liegt. Ganz überraschend kommen die jüngsten Hiobsbotschaften von Analystenseite nicht: Der mit 549 Dollar bzw. gar 599 Euro teure Verkaufspreis des bunten iPhones wurde nach der Vorstellung reflexartig kritisiert.

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Marktforscher sehen schwache iPhone 5c-Nachfrage

Gestern kam die Bestätigung von Marktforschern – und zwar deutlich und überdeutlich. Im Verhältnis 2-1 würde sich das Verkaufsverhältnis zwischen 5s und 5c in den USA unterscheiden, berichten Consumer Intelligence Research Partners (CIRP).

Das ist noch der beste Wert: Mixpanel sieht weltweit eine Diskrepanz von 3-1, während Localytics gar nur den Absatz von einem Plastik-iPhone für vier Premium-Modelle sieht.

Analysten senken im Gleichschritt die Erwartungen

Am Wochenende zirkulierte bereits die ersten Gerüchte von einer Drosselung der Produktion von wöchentlich 300.000 auf nur noch 150.000 Geräte. Der zuletzt omnipräsente KGI-Analyst Ming-Chi Kuo reduzierte die 5c-Verkaufsschätzungen unterdessen für das September- als auch Dezember-Quartal nachhaltig.

Damit befindet sich der zuletzt extrem prognosesichere Kuo in bester Gesellschaft: Selbst Apple-Bullen wie Gene Munster und Brian White kappten ihre Verkaufserwartungen für das günstigere, neue iPhone zuletzt. Gleichfalls nannten Analysten mögliche Preissenkungen als neuen Anreiz für das bunte iPhone. Wie gut sich die neuen Apple-Smartphones tatsächlich verkauft haben, können Anleger in zwei Wochen bei Vorlage der Quartalsbilanz überprüfen.

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